Tomatenplanung 2015

Mit besonders viel Freude mache ich heuer die Tomatenplanung, weil ich wieder – nach einem Jahr Zwangspause – selber aussäen kann!

Viele Sorten muss ich allein schon deswegen anbauen, um keimfähige Samen zu bekommen und so diese Sorten für mich zu erhalten. Natürlich könnte ich wieder frisches Saatgut besorgen. Aber ich hoffe, dass sich durch die Weitervermehrung im eigenen Garten die Sorten auch besser an unser Klima und unseren Boden anpassen. Und Kosten spart das natürlich auch.

Die gesammelte Vielfalt wird mehr, der Platz leider nicht.  Sodass ich sehr viele Sorten mangels Platz nicht anbauen kann. Auch wenn es ihnen sicher nicht gefällt, noch ein Jahr in den dunklen Samenkisten im dunklen Kasten eingesperrt zu sein: Es geht nicht anders.

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Die Kleinen Mohren

Unter anderem verzichte ich zum ersten Mal seit Jahren auf meine geliebten Valencias und Die Kleinen Mohren. Sortenerhaltung und Neues ausprobieren gehen vor! Denn klarerweise muss ich auch, wie immer, etwas zur Befriedigung meiner Neugier tun und ein paar für mich neue Sorten ausprobieren.

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Tumbling Tom schaut aus dem Terrassenkisterl neugierig mit vielen Augen in den Garten

In die kleinen Terrassenkisterl sollen folgende kleinwüchsigen Sorten:

Gelbe Johannisbeertomate
Green Sausage
Himbeerrose
Minibel
Pendulina
Ampeltomate rosa
Sweet Pea
Tumbling Tom Red
Vilma
Yellow Canary

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Ein Blick in den Gemüsegarten

Für die Töpfe rund um das Haus, auf der Terrasse und für den Gemüsegarten (ohne Schutz) habe ich nachstehende Tomatensorten gewählt:

Amish Paste
Anna Russian
Berner Rosen
Black Cherry
Black Plum
Blondköpfchen
Blueberry
Caspian Pink
Chocolate Stripes
Dancing with Smurfs
De Berao Black
Dunkelviolette Indische Fleischtomate
Gelbe von Thun
German Gold
Goldita
Greenwich
Green Zebra
Isis Candy
Königin von Sainte Marthe
Lämpchen
Mallorquinische Hängetomate
Moskovskij Delikates
Negra de la Puebla
Ochsenherz Orange
Ranktomate von Carnica
Roma
Striped Roman
Striped Turkish
Tangella
Tigerella
Togo Trefle
Weißer Pfirsich

Mit der Aussaat warte ich noch ein kleines Weilchen. Es hat sich bewährt, die Ampeltomaten, die allesamt Frühtrager sind, ab Mitte Februar zu säen und die anderen dann in Sätzen ab der zweiten Märzwoche. So muss ich nicht die ganze Pikierarbeit auf einmal machen und die Pflanzen vergeilen auch nicht, bis sie endgültig ausgepflanzt werden können. Tipps zur Aussaat habe ich in einem Beitrag vor einigen Jahren schon mal gegeben, so mache ich es immer noch.

Wer probiert 2015 auch neue Tomatensorten aus?

24 Kommentare zu “Tomatenplanung 2015

  1. Andrea

    Hallo, du bist ja fleissig. Ich habe schon so lange keine Tomaten mehr selbst gezogen. Ich weiß noch, in einem Jahr hatte ich ca. 15 Sorten.

    Ich drück dir die Daumen, dass bei den neuen Sorten etwas dabei ist, was du magst.
    VG, Andrea

  2. Heidi

    Hallo Margit,
    ich lese schon länger Deine Seite.Als Tomatenfan finde ich es toll,wenn jemand so ausführlich und mit Herz darüber berichtet.
    Ich nehme mir jedes Jahr vor Tomatensorten aus meinem”Lager” anzubauen,aber ich kann einfach nicht widerstehen neue interessante Sorten bei Hr.Hahm,Hr.Pummer und Irina zu bestellen.
    Heuer baue ich die Nadgok Haduk / Opalka / Himmelsstürmer / Canestrino / Benarys Gartenfreude / Sprite / Trefle du Togo / Rote Ribisl / Sicilian Saucer / Marizol Bratka / Rose Quartz Multiflora / Japonskij Triffele / Nyagous / Turtle Purple / Auriga / Verna Orange / Sungold Select II / Orange Berry / Altai Orange / Safari / Beauty Queen / Vintage Wine / Plum Lemon / Gelbe Ribisl / Dixie Golden Giant / Buratino / Michael Pollan / Green Doctors Frosted / Green Zebra Cherry und Reinhards Green Heart an.
    Bei Deiner heurigen Liste habe ich einige entdeckt,die ich schon angebaut habe.

    Liebe Grüße und viel Kraft nach der schweren Zeit sendet Dir
    Heidi aus Tirol

    1. Margit Post author

      Hallo Heidi, ich kenne die Versuchung nur zu gut, immer neue Sorten anzubauen. So ganz ohne neue komme ich auch nicht durch’s Jahr 🙂 Aber mir ist es auch sehr wichtig, möglichst viele Sorten zu erhalten und daher beschränke ich mich schon auf eine überschaubare Sortenanzahl. Wenn mir eine Sorte aus irgendeinem Grund besonders zugesagt hat, versuche ich sie zumindest alle paar Jahre wieder auszusäen, damit ich keimfähige Samen von ihr habe.
      In deiner Liste sind sehr viele, die ich noch nicht kenne, spannend!
      Ich wünsche dir gutes Gelingen und bedanke mich für deinen lieben Kommentar!
      Herzliche Grüße, Margit

  3. Brigitte

    Liebe Margit,
    natürlich habe ich seit einigen Jahren ständig Ausfälle durch die altbekannte Gemüseeule, jedoch sehr wenig sonstige Ärgernisse. Neue Sorten werde ich in diesem Jahr keine anbauen und sehr viel weniger wie du. Jedoch werde ich nicht auf die Kleinen Mohren, Valencia, Tangella und die vorzügliche Goldita, die ja ausgereift ein Leckerbissen ist, verzichten. Soviel ich mich erinnere finden sich noch einige weitere Sorten wie z. B. eine riesige russische schwarze Fleischtomate, welche unglaublich ergiebig ist. Da muss ich erst schauen. Aber sollte mir noch eine neue Sorte begegnen, dann wird sie ausprobiert
    Da wir auch sonst noch jede Menge Gemüse, auch für die Winterzeit anbauen, muss ich auf den Platz achten. Aber mit den von mir gewählten Mengen komme ich gut bis Weihnachten klar, d. h. die reifen noch im Keller nach.
    Jetzt wünsche ich noch viel Erfolg und Freude für das neue Tomatenjahr. Froh bin ich, dass du das nun wieder tun kannst!
    Liebe Grüße, Brigitte

    1. Margit Post author

      Liebe Brigitte,
      ich wünsche auch dir viel Erfolg für die kommende Gartensaison und besonders auch soviel anhaltende Freude an deinem Tun!
      Ganz liebe Grüße, Margit

  4. Kathrin

    Liebe Margit, das sind ja wirklich total viele verschiedene Sorten. Bin schon sehr gespannt. Wie machst Du das eigentlich immer mit dem Abnehmen von Samen? Ich habe mir dafür noch keine gute Lösung gefunden und es daher gelassen. Ein paar neue Sorten sind bei mir heuer auch am Start.

    lg kathrin

    1. Margit Post author

      Liebe Kathrin,
      die Samen nehme ich immer aus schön gewachsenen, früh gereiften Früchten. Ich hole sie einfach aus der Tomate, gebe sie in ein kleines Sieb, spüle sie gründlich durch und verteile sie auf einem Blatt Küchenrolle, darauf schreibe ich den Namen und das Jahr. Ich weiß, das ist nicht die professtionellste Methode. Aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und es macht fast keine Arbeit. Die Samen lasse ich dann auf dem Küchenpapier trocknen und gebe sie samt Unterlage in ein luftdichtes Plastiksackerl. Und dann in eine Schachtel in einem Raum, in dem es nie mehr als 20 Grad hat. Ich habe schon Samen wieder angebaut, die ich so abgenommen und acht Jahre gelagert habe. Haben problemlos gekeimt.
      Tomaten verkreuzen sich eher selten, so hast du mit der Sortenreinheit keine großen Probleme. Sorten, bei denen der Griffel weit aus der Blüte herausragt, neigen eher zum Verkreuzen. Da sollte man dann über ein paar Blüten zB einen Teefilter drüberbinden und die Blüte isolieren. Da musst du nun täglich schütteln, damit es mit der Befruchtung klappt. Entwickeln sich dann Früchte unter dem Filter, kannst du ihn wieder abnehmen und markierst die entsprechenden Früchte am Stiel mit einem Faden. So weißt du, dass du aus diesen Tomaten Samen nehmen kannst. Bei Johannisbeertomaten ist das zB anzuraten. Du erkennst aber an der Blütenform ganz leicht, welche Sorte zum Verkreuzen neigt.
      Viel Glück bei der Aussaat!
      Liebe Grüße, Margit

  5. Sigrun

    Ich hab ja sicher auch nicht die besten Bedingungen für Tomaten und auch kein Gewächshaus, aber trotzdem versuche ich es jedes Jahr mit ein paar Pflänzchen. Neu soll dieses Jahr aber sein, dass ich sie selber aussäe. Sonst hat man nie die Chance, tolle Sorten kennenzulernen. Jetzt habe ich schon einige interessante Samen besorgt und freue mich schon aufs Ausprobieren. Der erste Chili ist schon mal gekeimt….da lacht das Herz. Ich bin gespannt auf dein Tomaten-Werden.
    LG Sigrun

    1. Margit Post author

      Liebe Sigrun, du wirst im Lauf der Jahre sicher herausfinden, welche Tomatensorte auch bei dir – ohne Gewächshaus und mit wenig Platz – gut gedeiht. Fein, dass du auch selber Pflänzchen ziehst! Bin gespannt auf deine Berichte!
      Liebe Grüße, Margit

  6. Anette Ulbricht

    Du hast wie viele Tomatensorten? Ich bin sprachlos vor Staunen.
    Toll, wie viel Zeit du in selbst gezogenes Gemüse investierst.
    Ich habe schon vor Jahren, genauer seit die Kinder nicht mehr in der Nähe wohnen, mit dem Gemüseanbau aufgehört. Ein paar Salatpflanzen, zwei, drei Tomaten und ein paar Erbsen, das reicht.
    Allerdings ziehe ich viele Kräuter weil ich die hier nirgends frische kaufen kann.
    Ich wünsche dir viel Erfolg für die neue Gartensaison.
    Liebe Grüße,
    Anette

    1. Margit Post author

      Liebe Anette, das sind gar nicht so viele. Ganz viele ruhen in den Samenkisten, weil ich zu wenig Platz zum Anbauen habe. Richtig staunen kann man, wenn man die vielen Sorten von Erich Stekovic, dem “Kaiser der Paradeiser” sieht, über den ich schon mal gebloggt habe.
      Zeit investiere ich schon in das Vorziehen, aber es macht mir Freude und ich brauche dann in der schönen Jahreszeit viel weniger Zeit zum Einkaufen gehen 🙂
      Liebe Grüße, Margit

  7. Renate Waas

    Hallo Margit,
    ich habe auch schon vorsortiert und die ganz frühen wie Stupice auch schon ausgesät. Ich hab´s einfach nicht mehr ausgehalten 🙂
    Die anderen werde ich auch dann ab März säen. Das reicht für normale Tomaten.
    Dieses Jahr kann ich endlich wieder mindestens 40 Tomaten aufpflanzen und pflegen und wir freuen uns schon jetzt.
    Viele Grüße von Renate aus dem Geniesser-Garten

    1. Margit Post author

      Liebe Renate, du hast echt schon Tomaten gesät? Boah, du bist ja noch schlimmer als ich 🙂
      Bin schon gespannt auf deine Sorten! Die Stupice hatte ich noch nie, hab aber schon oft von ihr gelesen. Muss mich mal schlau machen.
      Liebe Grüße, Margit

  8. Kathinka

    Deine Tomatenanzucht ist schon beneidenswert! Ich hatte mir aus deinem umfangreichen Tomatenkatalog eigentlich auch zwei Ampelpflanzen (Johannisbeer- und Himbeertomate) ausgesucht und noch zig andere Sorten. Es fehlt der Platz! Jetzt bleibt es bei dieser gewöhnlichen Cherrytomate (vom Discounter) und meiner ersten eigenen Saatgutgewinnung (s. meinen letzten Post). Mal sehn, was daraus wird.
    Viele Grüße
    Kathinka

    1. Margit Post author

      Liebe Kathinka, für Johannisbeer- und Himbeertomate findest du bestimmt noch ein Plätzchen. Die kannst du sogar zusammen – je eine Pflanze – in ein Balkonkisterl pflanzen. Die sind unglaublich genügsam – und lohnen sich mit ihrem reichen Fruchtansatz allemal.
      Liebe Grüße, Margit

  9. Mein Waldgarten

    Ja und wo ich das jetzt noch lese … unser Garten ist ja ähnlich wie Sigruns … steinig und furchtbar windig – aber selbst im Waldgarten, wo es etwas günstiger war, wurden Tomaten schon wegen der relativen Dunkelheit und dem Pilzbefall nichts. Da braucht es viel Zeit und spezieller Vorrichtungen …

  10. Mein Waldgarten

    Hach, ich beneiiiide Dich um Deine schönen Tomaten, aber wir kriegen es nicht mehr “gebacken” 😉 Anzucht im ungeeigneten Haus klappt nicht und das Bewässern im Sommer im heißen Sonnengarten, wo wir oft bis spät Abends unterwegs sind … da bräuchte es Spezial-Anlagen … aber dennoch liebäugele ich damit immer noch und denke immer – vielleicht später, wenn ich wieder mehr Zuhause bin. Wer weiß. Solange verfolge ich bei Dir hier sehr gern alles rund um dieses göttliche Gewächs.

    Viele liebe Grüße
    Sara

    1. Margit Post author

      Liebe Sara, das Bewässern erledigt im Gemüsegarten eine automatische Bewässerung, aber die vielen, vielen Töpfe muss ich auch von Hand bewässern. Einmal pro Tag mache ich eine Gießrunde, die schon eine Weile dauert. Die kleinen Balkonkisten, in denen ich meine Ampeltomaten ziehe, haben so ein Wasserreservoir unten, da reicht es meist auch, alle zwei bis drei Tage mal zu gießen. Das geht ganz gut.
      Liebe Grüße, Margit

    1. Margit Post author

      Liebe Sigrun, du hast anscheinend wirklich keine gute Lage für Tomaten, diesbezüglich bin ich enorm im Vorteil, denn bei uns gibt es recht wenig Niederschläge und immer Wind.
      Liebe Grüße, Margit

  11. Margit

    Wahnsinn!!!!!! So viele tolle Früchte!!!! Ich habe ja den Gemüseanbau irgendwann einmal aufgegeben! Es gab einfach zu viele Ausfälle durch Pilze und Schädlinge!
    Aber klasse finde ich es schon, wenn man Gemüse aus dem eigenen Garten ernten kann!
    viele Grüße von
    Margit

    1. Margit Post author

      Liebe Margit, Ausfälle habe ich auch jedes Jahr wieder. Aber es hilft, wenn man soviel anbaut, dass trotz Schädlingen immer genug übrig bleibt;-)
      Liebe Grüße, Margit

  12. Anja

    Mensch Margit,
    Beschränkung ist nicht deins so wie es aussieht 🙂
    Dagegen bin ich ja geradezu Minimalistin. Ich ziehe in diesem Jahr nur einige wenige Sorten selbst vor. Den Rest kaufe ich bei einer sehr engagierten (Hobby-)Züchterin, die sehr viele ungewöhnliche Sorten hat. In meiner Wohnung ist einfach zu wenig Platz und auch der Platz im Garten ist begrenzt.
    Liebe Grüße aus dem kleinen Horrorgarten
    von Anja

    1. Margit Post author

      Liebe Anja, du hast recht, was Tomatensorten betrifft, beschränke ich mich nicht gerne. Wobei mich der Platz leider sehr beschränkt, sonst hätte ich wohl alljährlich noch mehr verschiedene Sorten im Anbau.
      Ich hatte aber letztes Jahr auch sehr viel Freude mit all den geschenkten Tomatenpflanzen und den paar dazu gekauften von der Arche Noah. Es ist einfach auch viel Freude am Wachsen und Ernten, und die hat man auch bei Pflanzen, die man nicht selber ausgesät hat!
      Liebe Grüße, Margit

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