Category Archives: Vorratshaltung/Konservieren

Paprika-Tomaten-Letschobasis

Hochsaison für Tomaten und Paprikas! Trotz einiger Ausfälle ist die Paradeiserernte gerade sehr üppig und ich habe schon über 20 Gläser Tomaten-Soßenbasis eingekocht. Jetzt ist Abwechslung gefragt.

2015-08-23_01wz

Letschobasis

Zutaten:
Tomaten
Paprikas (egal ob rot, grün, gelb oder orange)
Salz
Olivenöl

Zubereitung:
Tomaten in große Stücke schneiden.
Paprikas in Streifen schneiden.
In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen, zuerst die Paprikastreifen darin anbraten, dann die Tomatenstücke dazugeben und mit Salz abschmecken.
Das Ganze in Weckgläser füllen, gut verschließen und im Einkochautomat bei 100 Grad 30 Minuten einkochen – oder im Backrohr (Gläser auf das Blech in das noch kalte Backrohr stellen, sodass sie sich nicht berühren. Mit ca. 2 cm Wasser auffüllen. Backrohr auf 170 Grad erhitzen und warten, bis in den Gläsern Bläschen aufsteigen. Dann ausschalten und Gläser im Backrohr abkühlen lassen.).

Verwendung:

Aus dieser Basis lässt sich ganz schnell ein Letscho zubereiten, wie wir es gerne essen, wenn wir in Eile sind: Dazu einfach in Streifen geschnittene Knacker und in Viertelkreise geschnittene Zwiebeln anbraten,  den Glasinhalt dazukippen und noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dazu gibt es einfach Brot.

Alternativ lässt sich so eine Basis auch als ungarisches Letscho verarbeiten: Geschnittene Zwiebeln anbraten, mit edelsüßem Paprika würzen, mit Essig löschen, pfeffern, Letschobasis dazugeben. Aufkochen. Zu Nudeln servieren.

Variante mit Fleisch: Puten- oder Schweineschnitzel in Olivenöl beidseits anbraten, aus der Pfanne nehmen, salzen, pfeffern, beiseite stellen. In der selben Pfallen dann geschnittene Zwiebeln anbraten, mit edelsüßem (und je nach Vorliebe auch mit scharfem) Paprika würzen, ablöschen mit etwas Essig, die Letschobasis dazugeben und erhitzen. Das Fleisch wieder in die Pfanne dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu schmecken Nudeln, aber auch Reis.

2015-08-23_02wzWer sich fragt, warum in der Letschobasis keine Zwiebeln sind: Zwiebeln gibt es auch im Winter zu kaufen bzw. sind sie gut lagerfähig. Sie nehmen nur Platz im Glas weg! Paprikas hingegen kommen im Winter aus Spanien und wir kaufen sie nicht. Daher koche ich sehr gerne diese Letschobasis, wenn Tomaten und Paprikas gerade Saison haben und aus dem eigenen Garten kommen bzw. in schlechten Erntejahren von heimischen Bauern zugekauft werden können.

Hodka – Sommerlicher Cocktail

Endlich wird es wieder wärmer! Sonne, Baden, Sommerfeste im Freien werden wieder vorstellbar. Die Luft duftet nach Holunderblüten. Zeit, ein prickelndes sommerliches Getränk anzusetzen.2015-05-29_1wz

Hodka

Zutaten:

30 – 40 Hollerblütendolden (je mehr Blüten, desto intensiver der Geschmack)
1,5 l Mineralwasser, prickelnd
50 g Zitronensäure
550 g Zucker
1,5 l Wodka

Zubereitung:

Die Dolden ungewaschen in einen Topf geben, Zitronensäure dazugeben und mit dem Mineralwasser übergießen.
24 Stunden zugedeckt und kühl stehen lassen.
Dann abseihen, gut ausdrücken, den Wodka dazuschütten und den Zucker darin auflösen.
Abfüllen, verschließen.

Diese Basis dann mit prickelndem Mineralwasser aufspritzen, eine Zitronenspalte und einen Minzeständel (oder auch ein paar Blätter Zitronenmelisse) dazugeben und an einem sommerlich warmen Tag diesen herrlichen Cocktail genießen.

Weitere Holunder-Rezepte:
Hollerblütengelee
Holerblütensirup
Frühlings-Lieblingstee

Schabzigerklee (Trigonella coerulescens)

Eine Empfehlung für alle die Brot backen ist diese alte, auch unter dem Namen Brotklee bekannte Würzpflanze. Lange war sie fast vergessen. Ich habe den Schabzigerklee über die Arche Noah entdeckt und bin neugierig geworden, da sie vorrangig zum Würzen von Brotteig verwendet wird und ich unser selber Brot backe.

Der Schabzigerklee ist einjährig und völlig unkompliziert im Anbau. Ich säe immer Mitte April zwei Reihen direkt in ein Beet im Gemüsegarten. Er wird ca. 50 cm hoch und blüht in einem sehr, sehr zarten Blau. 2015-01-21_1wzSobald sich die auch für Bienen besonders attraktiven Blüten geöffnet haben, schneide ich den Schabzigerklee knapp über dem Boden ab und hänge die geschnittenen Kräuterbüschel zum Trocknen im kühlen Schatten im Haus auf.

Die Pflanzen treiben wieder neu aus und werden nochmals geschnitten, wenn sich die Blüten gerade zu öffnen beginnen. Auf diese Weise kann man zwei- bis dreimal im Jahr ernten. Ein paar Pflanzen sollte man immer unbeerntet stehen lassen, um Saatgut für die nächste Saison zu gewinnen. Lässt man den Brotklee einfach Blühen und aussamen, muss man sich um den Anbau nicht mehr kümmern. Der Schabzigerklee samt sich recht willig aus. Aber ich finde es sehr praktisch, wenn er in einer Reihe wächst, so lässt er sich besser ernten. 2015-01-21_2wzSind die Kräuterbündel rascheltrocken, zerschneide ich das ganze Kraut samt Stängel, Blättern und Blüten mit einer Schere in relativ kurze Stücke. Am besten macht man das in einer großen Schüssel, weil die trockenen Teile beim Zerschneiden nur so herumfliegen, wie es ihnen gefällt.

2015-01-21_3wzDer für den Schabzigerklee typische Geruch entwickelt sich erst beim getrockneten Kraut.

Nach dem Zerschneiden mahle ich die kurzgeschnittenen Kräuter in einer Kaffeemühle zu feinem Pulver. Achtung beim Mahlen: Der aus der Kaffeemühle aufsteigende feine Staub, kitzelt heftig in der Nase! Den Deckel also immer eine kleine Weile auf der Mühle lassen, bis sich der Großteils des aromatischen Staubs gesetzt hat, dann erst öffnen und das Pulver sofort in ein Glas mit Schraubdeckel füllen.

2015-01-21_4wzDen getrockneten Klee bewahre ich in Schachteln in einem Schrank auf und mahle immer nur zwei Gläser voll bei Bedarf. So bleibt das Aroma länger erhalten.

Der Geschmack lässt sich nicht wirklich beschreiben, er ist sehr würzig, kräftig und ganz eigen. Es duftet intensiv nach frischem Heu, wenn  man das getrocknete Kraut angreift.

Verwendet wird er in unserem Haushalt hauptsächlich zum Brotbacken. In ein Kilo Brotteig kommen ca. zwei Esslöffel gemahlener Schabzigerklee. Das ergibt dann einen sehr würzigen Geschmack. Über frisch gekochte Erdäpfel mit Butter oder in einem Rührei schmeckt er auch grandios. Aber Achtung: Der Geschmack ist wirkich sehr intensiv!

Senfgurken

Gurkenschwemme! Und zwar absichtlich herbeigeführt, denn wir lieben unsere selber eingelegten Senfgurken!
Dafür eignen sich alle Sorten von Gurken und besonders solche Exemplare, die für den frischen Genuss schon etwas zu reif sind.

2013-09-02_01wz

Senfgurken

Zutaten:
Gurken (am besten schon etwas überreif)
Zwiebel
Senfkörner
Lorbeerblätter
Pfeffer
Salz
Zucker
Weißweinessig
Einsiedehilfe (Mag nicht jeder verwenden, ich auch nicht oft. Aber bei der kleinen Menge an Chemie, die wir über’s Essen zu uns nehmen, kann ich das locker vertreten.)

Zubereitung:
Die Gurken waschen, schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Dann in ca. ein cm breite Stücke schneiden und in einen großen Topf geben. Die Gurken mit zwei EL Salz bestreuen und mit soviel Wasser auffüllen, dass die Stücke alle bedeckt sind. 24 Stunden im Kühlen ziehen lassen.
Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Gurkenstücke kurz unter fließendem Wasser abspülen.
Den Sud vorbereiten: 1,5 l Wasser, 1 l Essig, 2 EL Senfkörner, einige Lorbeerblätter, 1 EL Salz, 5 EL Zucker erhitzen. Darin ein Packerl Einsiedehilfe auflösen.

Die Gurken in saubere Twist-Off-Gläser füllen, dazwischen ein paar Senfkörner, Pfefferkörner, Lorbeerblätter und Zwiebelstücke geben (Die Zwiebelstücke schmecken auch hervorragend, also gebe ich immer etwas mehr dazu.). Mit dem heißen Sud auffüllen, eine Lage Cellophan über das Glas legen (sonst  und mit den vorher in kochendem Wasser sterilisierten Deckeln fest verschließen.

2013-09-02_02wzDie auf diese Weise eingemachten Senfgurken bleiben richtig knackig, so wie wir sie gerne essen! Und würden wir sie nicht so gerne essen, dann würden sie im Keller auch einige Jahre halten.

Hollerblütenlikör

Jetzt ist grade die richtige Zeit, Hollerblüten zu ernten und sie zu Köstlichkeiten zu verarbeiten. Den Auftakt habe ich heue gemacht und die ersten geöffneten Blütendolden von unseren beiden Hollerstauden erbeutet.

2013-05-19wzHollerblütenlikör

Zutaten:
Ca. 20 große Hollerblütendolden
350 g Zucker (am besten weißen Kandiszucker)
0,7 l Korn (oder Wodka)
16 g Zitronensäure
1 l Wasser

Blütendolden (nicht waschen, nur Kleingetier abschütteln), Wasser und Zitronensäure in ein Gefäß geben und 24 Stunden kühl gestellt ziehen lassen.
Am folgenden Tag durch ein Tuch filtrieren (gut ausdrücken!) und das Filtrat mit Zucker und Alkohol in einem großen Ansatzgefäß vermischen. Ab und zu schütteln. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, probieren und nach Geschmack noch Süße dazugeben oder auch nicht. Wenn der gewünschte Grad an Süße erreicht ist, kann es an’s Abfüllen gehen.

Beim Abfüllen in Flaschen lasse ich den letzten Rest durch einen Kaffeefilter tropfen, damit der Bodensatz nicht in die Likörflaschen gelangt.

Wir – und auch unsere Gäste – lieben einen Spritzer (oder auch zwei, drei) Hollerblütenlikör ganz besonders in einem Glas Sekt.

Hollerblütensirup

Mittlerweile stehen 12 l frisches Holunderblütensirup im Keller. In unserem Haushalt einer der Hauptdurstlöscher das ganze Jahr über.

2012-05-24wzUnsere beiden Hollerstauden blühen in diesem Jahr ganz besonders üppig, deshalb werde ich wohl noch mehr davon machen. Wir trinken ja keine gekauften Limonaden, Säfte, Eistees, Mineralwasser etc., sondern fast ausschließlich selber erzeugte Säfte und Sirupe und Wasser aus dem eigenen Brunnen. Viele würden das wohl als Verzicht ansehen, für uns ist es ein geschmacklicher, gesundheitlicher und auch finanzieller Gewinn – und für die Umwelt ist es auch gut! Im Gegensatz zu den meisten Haushalten haben wir fast keinen Getränkeverpackungsmüll.

Hollerblütensirup

Zutaten:
Ca. 15 – 20 große, ganz aufgeblühte Hollerblütendolden (nicht waschen und auch nicht nach dem Regen ernten; allfällige Tierchen vorsichtig abschütteln, je mehr Hollerblütendolden, desto mehr Geschmack!)
2 l Wasser
1,5 kg Zucker
40 g Zitronensäure
1 Biozitrone

Zubereitung:
Die Blütendolden und eine in Scheiben geschnittene Zitrone mit 2 l kochendem Wasser übergießen.
Dann Zucker und Zitronensäure einrühren und auflösen.
24 Stunden zugedeckt stehen lassen.
Alles durch ein Tuch abseihen, Blüten ganz fest ausdrücken.
Aufkochen und siedend heiß in saubere Flaschen abfüllen, fest verschließen.
Hält einige Jahre im Keller.

Genossen wird das ganze stark verdünnt mit kaltem Wasser.
Bestens schmeckt auch ein Schuss Sirup in Sekt.

Für die Zubereitung gibt es unzählige verschiedene Varianten. Ich mache das Hollerblütensirup seit vielen Jahren auf diese Weise und wir sind sehr zufrieden mit Geschmack und Haltbarkeit.

Auf ganz ähnliche Weise bereite ich auch noch andere Sirupe aus Kräutern zu (wie in diesem Beitrag schon mal beschrieben), zum Beispiel aus Minze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene, Zitronenbasilikum, Fruchtsalbei etc. Der Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt!

Hollerblüten-Gelee

Seit einigen Tagen blüht der Holunder!

2012-05-13wz Da für gestern Mittag ein Temperatursturz mit Regen angesagt war, musste ich vorher noch einige Blütendolden retten, um daraus Hollerblüten-Gelee zu machen. Das geht ganz flott und man braucht nicht viele Zutaten:

Hollerblüten-Gelee

Ca. 20 große Blütendolden (ohne vorheriges Waschen, sonst spült man den Geschmack weg!) mit einem Liter möglichst naturbelassenem Apfelsaft übergießen und 24 Stunden zugedeckt stehen lassen.
Nach 24 Stunden das Ganze durch ein Tuch filtrieren, Blüten richtig gut ausdrücken.
In einen Topf leeren.
Auf 1 l filtrierten Saft kommen 500 g Gelierzucker (2:1).
Jetzt nur noch köcheln, Gelierprobe machen und wenn das Gelee andickt, in saubere Gläser abfüllen und gut verschließen.

Auf diese Weise lässt sich der Duft der Blüten ganz einfach in einem herrlich-zart duftenden Gelee einfangen!

Da wir zwei Holunderstauden im Garten haben, mache ich auch noch allerlei andere Köstlichkeiten damit – mehr dazu in einem der nächsten Beiträge!

Löwenzahn-Gelee

Schon in Kindertagen habe ich ihn geliebt, den sog. “Löwenzahn-Honig”. Folglich koche ich alljährlich im Frühling ein oder zwei Portionen des köstllichen Blütengelees ein.

Weit muss ich für die Ernte der Grundzutat, nämlich Löwenzahnblüten, nicht gehen: einfach nur ein paar Schritte auf unseren Rasen. Der ist nämlich alles andere als ein klassischer Rasen, er gleicht mehr einer Wiese und bietet somit auch Wildkräuterkulinarisch so einiges: Gundermann, Wegeriche, Rot- und Weißklee, Gänseblümchen, Veilchen, Scharbockskraut, Schafgarbe etc. – und eben auch massenhaft Löwenzahn. Ich finde das praktisch und liebe diese Vielfalt.

Wer das Aroma der sonnigen Löwenzahnblüten ebenso gerne wie ich in Gläser bannt, kann sich an diesem wirklich einfachen Rezept versuchen:

2012-05-04_1wzLöwenzahn-Gelee

1 l Löwenzahnblüten pflücken und ganz fest in einen Messbecher stopfen.
Diese dann auf einem Tuch ca. eine halbe Stunde ausgebreitet liegen lassen, in dieser Zeit verziehen sich eventuelle Blütenbewohner und suchen das Weite.
Anschließend die Löwenzahnblüten in einen Topf geben und mit 1 l kochendem Wasser übergießen.
Nun brauchen die Blüten 24 Stunden Pause, um ihren Geschmack abzugeben.
Nach dieser Ruhezeit das Ganze durch ein Tuch gießen, dabei die Blütenmasse so richtig gut ausdrücken.
Die verbliebene Flüssigkeit abmessen und wieder auf 1 l Gesamtmenge mit Wasser auffüllen.
In einem Topf 1 kg Zucker und den Saft einer Zitrone zugeben.
Dann ist Geduld angesagt, denn der Saft muss lange, lange nicht zugedeckt vor sich hin köcheln. Das macht aber gar nichts, denn zwischendurch muss man nicht umrühren und kann sogar mal ausschalten und später weiterköcheln lassen.
Mittels Gelierprobe immer wieder die Konsistenz prüfen. Wenn die Masse honigartige Konsistenz aufweist, in saubere Gläschen abfüllen und gut verschließen.

Tipp:
Eine besondere Gaumenfreude ist es, wenn ein Teil der Löwenzahnblüten durch die die frischen, zarten Austriebe von Fichten oder Tannen ersetzt wird. Dann kommt zum sonnigen Geschmack des Löwenzahns ein erdig-waldiges Aroma dazu.

Mexikanische Mini-Gurke (Melothria scabra)

Eigentlich sind die Mexikanischen Mini-Gurken ja gar keine Gurken. Sie gehören nämlich zu den Kürbisgewächsen. Geschmacklich aber stehen sie eindeutig den Gurken nahe.

2011-11-16_01wzKennen gelernt habe ich die kleinen, knackigen Dinger bei einer feinen Verkostung nach einer Paradeiserführung beim “Kaiser der Paradeiser”, Erich Stekovics. Der Geschmack und auch die Optik der Mini-Gurken haben uns so begeistert, dass ich Samen für das darauffolgende Jahr besorgt habe.

Die Aussaat erfolgt wie bei den Gurken und Kürbissen: Wer sie im Haus vorzieht, kann die Früchte früher genießen, Direktsaat an Ort uns Stelle ist aber auch möglich. Anfangs sind die Melothria-Pflanzen recht zarte Geschöpfe, sodass ein Pikieren oder Umpflanzen nicht angebracht ist. Lieber zwei Samen in ein Aussaattöpfchen legen und die schwächere Pflanze dann “entfernen”. (Ja, ja, das Leben ist hart und ungerecht, auch für gärtnernde Menschen und Pflanzen.) Ausgepflanzt dürfen die Melothria-Pflanzen erst nach den letzten Frösten werden. Sie gehören zu den kälteempfindlichsten Gemüsepflanzen in unserem Garten und haben auf die ersten Nächte in Frostnähe umgehend beleidigt reagiert.

2011-11-16_02wzMelothria scabra ist eine Rankpflanze. Bei mir durften sie an einer Baustahlmatte hochklettern, haben sich dann jedoch zwei nahestehende Paradeiserpflanzen erwählt und sind mit ihnen eine fruchtbringende Beziehung eingegangen.

Die hübschen grün-weißen Früchte werden ca. 2 – 3 cm groß und sind oval. Man sollte sie lieber zu klein ernten als zu groß, wenn sie noch ganz knackig sind.

Der Geschmack ist sehr aromatisch, säuerlich-frisch, etwas saurer als Gurken. Unserem Gaumen kam das sehr entgegen. Wir haben die meisten einfach beim “Garten-Schauen” verspeist oder als Snack zu einer Jause gegessen.

Einige habe ich jedoch eingelegt und zwar so, wie ich auch Chilis oder Hörnchenkürbisse einlege.

2011-11-16_03wzWer gerne Neues ausprobiert und ein kleines, sonniges Plätzchen im Gemüsegarten frei hat, dem kann ich diese nicht nur leckeren, sondern auch hübschen kleinen Gürkchen sehr empfehlen!

Grüne Grillsoße mit roten Sprenkseln

Wieder mal ein Rezept zur Verwertung meiner vielen und vielfarbigen Paradeiser:

2011-09-08wz

Green Zebra

Grüne Grillsoße mit roten Sprenkseln 

Zutaten:
Grünfarbige Paradeiser (also nicht unreife, sondern reife grüne Sorten, z.B. Green Sausage, Greenwich, Green Zebra etc.)
Rote Paprikas
Rote Chilis
Zwiebeln
Knoblauch
Salz
Zucker
Weißweinessig
Worcestershiresauce
Olivenöl

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch würfeln und in etwas Olivenöl andünsten.
Die gewürfelten Tomaten dazugeben und bei offenem Topf eine gute Stunde köcheln lassen.
Dann mit Salz, Zucker, einem Schuss Essig und Worcestershiresauce abschmecken.
Die gewürfelten roten Paprikas und die fein gehackten roten Chilis dazugeben und noch ca. eine halbe Stunde weiter köcheln lassen. (Die Paprikas gebe ich deshalb so spät dazu, damit sie noch etwas knackiger bleiben.)
Zum Schluss nochmals abschmecken. Meine Grillsoße bekam die Geschmacksrichtung süßsauer mit leichtem scharfem Einschlag. Aber das lässt sich je nach Gusto abändern.
Ganz heiß in kleinere Twist-Off-Gläser abfüllen und fest verschrauben oder, wie ich, mangels Gläsern, in kleine Dosen füllen und in den Gefrierschrank packen.

So richtig qietschgrün ist meine Grillsoße natürlich nicht geworden. Aber die roten Paprikastückchen machen sich optisch gut.

Ich mag es einfach, mein eigenes Gemüse sinnvoll zu verwerten: Schmeckt besser, ist gesünder und spart Müllberge!