Tomatensorten: Minibel

Die Minibel ist eine sehr kompakt wachsende kleine Buschtomate. Wer nur Platz auf dem Balkon oder gar nur auf einer Fensterbank hat, ist mit der Minibel sehr gut beraten!

Die Samen habe ich ursprünglich von Gerhard Bohl und vermehre sie seitdem selber Jahr für Jahr weiter, denn diese Sorte gehört zum Standardprogramm für meine Terrassenkisterl.

MB05wzUnverwechselbar ist diese kleinwüchsige Sorte durch ihren besonderen Wuchs. Erst wächst sie aufrecht und wirkt wie ein kleines Bäumchen mit einem ausgesprochen kräftigen Stamm. Wird die Krone aber zu breit und ausladend, kippt die Pflanze langsam um und hängt wie eine Ampeltomate über den Rand des Topfes.

Die Minibel wächst so kompakt, dass man die ersten Früchte oft gar nicht sieht, weil sie unter dem dichten, kräftigen Buschwerk verborgen sind. MB04wzHebt man die Blätter ein wenig an, wird erst deutlich, wie reichtragend die fleißige Minibel ist. Denn obwohl die Pflanzen mit ca. 20 – 25 cm recht niedrig bleiben, ist der Ertrag enorm.

MB03wzDie Früchte sind zwischen 1,5 und 2,5 cm im Durchmesser und richtig schön rund und rot mit einer eher festen Schale, sodass sie auch bei kräftigem Regen noch nie aufgeplatzt sind.

MB02wzGeschmacklich sind sie bei den kleinen Sorten im oberen Mittelfeld angesiedelt. Vorausgesetzt man lässt sie lange genug ausreifen. Bei Tomatenverkostungen durch Freunde war recht oft von “extrem” gutem Geschmack die Rede. Unter meinen kleinwüchsigen Sorten, die ich Jahr für Jahr in den Kisterln auf der Terrasse ziehe, würde ich sie nach der Himbeerrose auf Platz zwei einreihen, was Geschmack und Ertrag betrifft.

MB01wzIn normalen Gartenjahren fruchtet die Minibel schon recht früh, trägt bis bis zum Frost und bleibt auch recht gesund. Ausgeizen muss man sie, wie alle Ampeltomaten, nicht. Aber oftmals entferne ich ein paar der “Deckblätter”, damit die Sonne besser zu den versteckten Früchten gelangt und sie schneller in meinem Mund landen können. Gerade im Frühsommer erwarte ich die ersten reifen Tomaten ja immer besonders sehnsüchtig!

Alles in allem eine äußerst empfehlenswerte Sorte für den Anbau in kleinen Bakonkisterln und Töpfen!

16 Kommentare zu “Tomatensorten: Minibel

  1. Kathrin

    Liebe Margit, die Minibell habe ich auch schon mal probiert und war mit der Sorte auch ganz zufrieden. Bin aber mittlerweile auf die Sorte Robin F1 für kleinere Töpfe umgesattelt – diese Sorte trägt auch sehr gut.

    lg kathrin

    1. Margit Post author

      Liebe Kathrin, danke für deine Erfahrungen! So viele Leute, die die Minibel anbauen, kenne ich nämlich nicht! “Robin” werde ich nicht anbauen, da sich F1-Sorten nicht weitervermehren lassen, sie spalten sich ja in der Folgegeneration wieder auf. Und ich möchte mein Saatgut gerne selber vermehren.
      Liebe Grüße, Margit

  2. Andrea

    Nach wie vor finde ich deine Beurteilungen von Tomatensorten wirklich gut. Irgendwie habe ich in den letzten Jahren kaum Zeit und Muße gehabt, selbst welche zu ziehen und immer vorgezogene Sorten gekauft. Das war jedoch kein Vergleich zu den 15 Sorten, die ich mal in einem Jahr hatte. Ich sollte es vielleicht doch mal wieder probieren. LG, Andrea

  3. Ute

    Liebe Margit,
    da läuft mir ja gleich das Wasser im Mund zusammen. Allerdings hatte ich in den letzten beiden Jahren so viel Pech mit Tomaten, dass ich mich kaum noch traue sie anzubauen. Obwohl ja ein Topf auf der Terrasse doch sehr erfolgversprechend klingt.
    LG Ute

    1. Margit Post author

      Liebe Ute, bei viel Pech hilft es vielleicht wirklich einen Schritt zurück zu machen und es mal mit dem Anbau in Töpfen auf der Terrasse zu versuchen. Die Mini-Sorten, die ich alljährlich so habe, liefern auch schon eine fantastische Ernte für den laufenden Bedarf! Und sie brauchen wirklich nur wenig Platz, sodass man sie recht geschützt auf der Terrasse unterbringen kann.
      Viel Glück!
      Liebe Grüße, Margit

  4. Renate Waas

    Mich juckt es schon in den Finger, Tomaten auszusäen. Aber ich beherrsche mich hoffentlich noch ein paar Wochen 🙂
    Minibel sieht lecker aus – mal sehen, ob sie es in die Top 10 bei mir schafft dieses Jahr.
    Viele Grüße von Renate

    1. Margit Post author

      Liebe Renate,
      ja mich auch 🙂 Aber ich warte auch noch. Die ersten Tomaten werde ich gestaffelt ab Mitte Februar aussäen.
      Liebe Grüße, Margit

  5. Sigrun

    Sie sieht klasse aus. Ich hab noch Samen von bunten Minitomaten, in England gekauft. Grad gestern Abend überlegte ich, ob ich sie aussäen soll? Meist hab ich hier ja nur Pech damit.

    Sigrun

    1. Margit Post author

      Liebe Al, naja, warum lang den Kopf zerbrechen: Einfach aussäen und schauen, was passiert! Aber noch ein wenig Geduld bis frühestens Mitte Februar/Anfang März, denn sonst vergeilen die kleinen Pflänzchen schon, bevor sie nach draußen können! Ich säe den größten Teil erst in der ersten Märzhälfte.
      Liebe Grüße, Margit

  6. Sigrun

    Danke für den Tipp, Margit. Eine Minibel ist mir bisher noch nie begegnet. Neben den ausgepflanzten Exemplaren habe ich gerne auch welche im Topf und die sollte dann schon gut aussehen und auch gut tragen. Das scheint ja bei dieser Sorte der Fall zu sein.
    Liebe Grüße, Sigrun

  7. Margrit

    Die sehen sooooooo lecker aus. Ich hab ja leider kaum Platz dafür. Dieses Jahr kaufe ich nur eine Pflanze, sonst haben wir auf der Terrasse keinen Platz. Aber die frischen Tomaten direkt in den Mund, das hat schon was.

    Viele Grüße
    Margrit

    1. Margit Post author

      Liebe Margrit, “kaum Platz”, das klingt nach Minibel 🙂 Da reicht wirklich ein kleines Balkonkisterl für zwei Pflanzen. So mache ich das ja auch immer. Wenn du Samen willst, dann melde dich!
      Herzliche Grüße, Margit

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