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Sitzplatz in der Kiwilaube

Träumt ihr auch schon vom Frühling? Nun, dann kommt mit in unseren Garten, ich zeige euch wieder einmal einen unserer vielen Sitzplätze, die wir im Lauf der Jahre im Garten angelegt haben.

Ziemlich am Anfang unserer Gärtnerkarriere haben wir eine selbsfruchtende Kiwi gepflanzt namens Jenny. Jenny wuchs und gedieh. Die großen Blätter waren kuschelig weich, eine echte Schönheit. Nur getragen hat sie nicht. Somit musste Jenny weichen. Sie wurde ausgegraben, aber irgendwo, tief aus dem Untergrund schickt sie manchmal noch einen Trieb zu ihrem eigenen Gedenken hoch – und um mir ein schlechtes Gewissen zu machen.

Die vormals schon recht dicht bewachsene Kiwilaube ist noch recht kahl, obwohl wir umgehend eine eine glatte, rotschalige und-fleischige Kiwi, Purpurna Sadowa, und eine männliche Befruchtersorte gepflanzt haben.

Ich saß gerne unter dem Jenny-Dach, obwohl es nur ein recht improvisierter Sitzplatz aus überzähligen alten Möbeln war.

2014-12_KL001wzVor zwei Jahren brach der Sessel mir buchstäblich unter dem Hintern weg und eine neue Bank wurde angeschafft. Seither ist dieser Sitzplatz mein absoluter Lieblingsplatz im Garten geworden.

Die Bank ist gerade so lang, dass ich als Kurzling gut darauf liegen kann. Und es liegt sich gut hier neben dem Geplätscher der Zisterne! 2014-12_KL006wzNachmittags ist hier Schatten und so lässt es sich im Sommer gut aushalten.

2014-12_KL004wzGerade letztes Jahr habe ich den Platz noch mehr geschätzt. Aus dem Krankenhaus zurück wurde “das Bankerl” zu meinem Ruhe- und Schlafplatz, wenn ich tagsüber ein wenig schlafen musste oder lesen bzw. häkeln wollte. Gute Träume garantiert ein selbstgemachter Traumfänger, den ich über meinem Plätzchen angebracht habe.

2014-12_KL008wzEine Solarleuchte spendet auch noch in lauen Sommernächten etwas Licht.

2014-12_KL003wzUnd sogar gegen die einfallenden Gelsen fanden wir eine gute Lösung.

2014-12-KL002wzIm Juni und Juli blüht die unbekannte Kletterrose am Holzschuppen mit einer Üppigkeit, die mich immer wieder begeistert.2014-12_KL007wz

Wenn man den Garten aus der Werkstatt heraus betritt, geht man an der Wurzenwand vorbei und die üppige Schönheit begrüßt einen mit ihrer unglaublichen Vitalität.

2014-12_KL005wzNur die Kiwis müssen noch wachsen, damit die Kiwilaube wieder ihren Namen verdient.

Blütenrausch

Ich bin derzeit etwas blogfaul. Aber ich möchte euch gerne zeigen, welch ein Blütenrausch in unserem Garten losgebrochen ist: Rosenblütenzeit! Es duftet allerorts – herrlich!

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Links “Mme Isaac Pereire”, rechts “Louise Odier” an zwei Säulen, die dein Eingang zum Gartenhauptteil bilden

Mit nur ein paar Worten zeige ich einige Bilder aus dem Garten. Naja, es sind ein paar mehr geworden… Ich kann einfach keine Auswahl treffen. Da müsst ihr jetzt durch – oder auch nicht.

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“Mme Isaac Pereire” strebt himmelwärts

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Vorne “Prince Noir”, dahinter “Ferdinand Pichard”

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Sitzplatz im Kräutergarten, am Foto “Moje Hammarberg”, “Ferdinand Pichard”, “Rotes Meer” und “Donau”

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“Donau” macht es sich an der Wand gemütlich

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“Prince Noir” im Roten Beet, überhaupt nicht “Noir”

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Clematis liebe ich auch, aber ich habe beschlossen, mir deren Namen nicht mehr merken zu müssen;-)

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Weg zwischen Gemüsegarten (rechts) und Rosenbeeten (links) in den rückwärtigen Gartenteil

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Blütengedränge in einem der Rosenbeete, am Foto: “Nuits de Young”

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Leider nur kurze Blütezeit: Staudenmohn

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Weg zwischen Rosenbeeten (rechts) und Kräuterhügel (links) nach hinten in den schattigeren Bereich

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Rosenpavillon – vorne “Harlekin”, die dunkle Rose ist “Leopold Ritter”

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Rosengewusel am Pavillondach

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Eine der schönsten Clematis im Garten mit langer Blütezeit

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Derzeit mein Lieblingsblick: Von der Badewanne aus Richtung Pappelsitzplatz

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Links die “Rhapsody in Blue”, rechts “Stanwell Perpetual”, die schon am Verblühen ist, hinter der Bank eine unbekannte weiße Wildrose

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Zartes Blau und viel Grün

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Nicht nur die Rosen duften, auch der rotlaubige Holler “Black Lace” (ganz zu schweigen vom Duft des “normalen” Hollers, der den ganzen Garten durchzieht!)

Wirklich zeitaufwändig ist derzeit das Gießen. Es hat heute zum ersten Mal seit – hm, keine Ahnung wie lang – nennenswerten Regen gegeben. Der Boden hatte schon seit Wochen Trockenheitsrisse. Heute dann erst mal Hagel, glücklicherweise nur eine halbe Minute. Da kamen ein Zentimeter große Hagelkörner runter! Hätte das länger gedauert, wären Blütenpracht und Gemüseernte hinüber.
So aber hoffe ich, die Rosenblüte noch eine Weile genießen zu können.

Mit Warp 9 durch die Gartengalaxie

Mai ist der Monat, in dem sich die Zeit irgendwie selber überholt. Man wird das Gefühl nicht los, mit Warp 9 durch den Frühling zu rasen.

Alles sprengt seine Grenzen und dringt in unbekannte Gefilde vor – Licht, Luft, Sonne!

2011-05-14_01wzKaum sind die herrlich üppigen Blüten der Strauchpfingstrosen offen, kommt bestimmt irgendein Regenguss mit einer kräftigen Böe und nimmt die Blütenblätter weit mit sich fort.

2011-05-14_02wzDoch: Keine Zeit zum Nachtrauern. Das Staunen geht weiter. Wie Wesen von einem fremden Stern erscheinen mir manchmal die großen Blütenkugeln des Allium. Eines drängt sich an das nächste und starrt einen förmlich an.

2011-05-14_03wzIn unterschiedlichem Gewand treten die Rosen in Erscheinung. Mal ganz pompös, wie hier die Rugosa-Rose “Rotes Meer”.

2011-05-14_04wzOder ganz schlicht, wie die “Pillnitzer Vitaminrose”.

2011-05-14_11wzJeden Tag öffnen sich neue Rosenblüten. Rasant geht das.
Mich beschleicht manchmal das Gefühl, sie machen das absichtlich: Kaum biege ich mit der Kamera um die nächste Ecke, öffnet sich hinter mir schon die nächste Blüte und zwingt mich, zurückzugehen. Denn ich muss in alle meine Nase stecken… Frau weiß ja nie, wo das nächste Duftabenteuer wartet.

Zur selben Zeit beginnen die großblütigen Clematis ihre Blütenteller zu entfalten, riesige Landeplätze für so manches fremdartig anmutende Flügelwesen.

2011-05-14_05wzBei all dem Treiben übersieht man beinahe, dass die Iris schon einige Beete erobert haben mit ihren stolz in die Höhe gereckten Köpfen.
Gar mancher Mutant ist darunter, wie bei dieser Veilchenwurz, die frech ihre blau angelaufene Mutantenzunge in die Forscherkamera streckt. – Was ist geschehen? Letztes Jahr waren doch noch alle Bewohner hier weiß? Eine Infiltration?

2011-05-14_08wzAuch andere Wesen in den Weiten des Gartens kämpfen mit Unbill. Die alte Pappel lässt Samen schneien und hüllt die zarten Akeleien in weiße Pelze. Und das bei dieser Hitze! Wahrscheinlich überlegen sich die zickigen Damen schon, auf welchen Planeten sie vor dem nächsten Frühling Flüge buchen.

2011-05-14_06wzSie steht über all dem drüber: die Götterblume.
Unbeeindruckt von Regengüssen, Sturmböen und Pappelschnee erkundet sie mit ihren ein wenig an Antennen erinnernden Köpfen alle Richtungen und wartet auf Signale.

2011-05-14_07wzViel weniger kapriziös sind da schon die Blüten der Taybeere. Geradezu gelassen warten sie auf die nächste Landung der gelb-schwarz-gestreiften Flugobjekte, die den ganzen Tag auf ihnen zugange sind.

2011-05-14_10wzUnd wenn man nach diesem Warp 9-Flug durch einen Spiralarm der Gartengalaxie etwas Erholung benötigt, kann man sich einfach in die Mitte des Chenopodium giganteum, des Baumspinats, versenken und ein wenig meditieren.

2011-05-14_09wzAber schnell.
Morgen sieht sie schon wieder ein wenig anders aus.

Schneerosen

Der Winter hat sich in seiner ganzen Pracht offenbart.

2010-12-03_bwzDie Königin der Blumen hat gestern noch hoch erhobenen Hauptes Schnee und eisiger Kälte getrotzt.

2010-12-03_cwzHeute hat Tauwetter eingesetzt.

2010-12-03_awzDas weiße Gastspiel war hoffentlich nicht das letzte in diesem Jahr.

Blüten-Vergänglichkeit & -Auftakt

2010-05-12_01wzDie wunderschönen Blüten des Quittenbaumes sind leider schon wieder Vergangenheit. Dieses Jahr war die Freude nur kurz, denn ein heftiger Regenguss hat die Blütenblätter in kürzester Zeit alle zum Abfallen gebracht. Trotzdem: Blüht die Quitte muss ich mindestens dreimal täglich meine Nase in die herrlich duftenden Blüten stecken. Jedes Jahr eine Freude!

2010-05-12_06wzDie Tulpenblüte ist fast vorüber. Nur mehr ein paar wenige spät blühende Sorten halten tapfer durch.

2010-05-12_05wzWas das Durchhalten betrifft, stehen die Chancen für die vor ein paar Tagen erblühte Strauchpfingstrose schlecht. Die riesigen Blütenwuschel müssen tägliche Regenfälle ertragen, sind mittlerweile ganz schwer, senken ihre Häupter und lassen die ersten Blütenblätter schon wieder fallen.

2010-05-12_03wzKeine gute Zeit für die großen, gefüllten Blüten – und nur eine kurze Freude für uns.

2010-05-12_04wzDie kleinen Iris am Bachlauf stehen auch schon seit einer Woche in Blüte. Aber auch sie tun sich schwer mit dem täglichen Regen. Manche Knospen verfaulen noch ehe sie ganz erblüht sind.

2010-05-12_02wzHingegen bildete diese Blüte den Auftakt für einen hoffentlich lang anhaltenden Blütenreigen: Vor einer Woche entschloss sie sich, ihre Blütenblätter zu entfalten. Die Rosa rugosa “Rotes Meer” war somit 2010 die Rose mit der ersten geöffneten Blüte.

Hülle und Fülle

Das Tempo der Natur ist unglaublich. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu bestaunen, dafür muss man sich auch von vielen Blüten rasch wieder für ein Jahr verabschieden.

Für zwei Jahre verabschieden muss ich mich vom Muskatellersalbei, dessen Blütenpracht sich gerade dem Ende zuneigt. Er ist zweijährig und ich habe verabsäumt, Pflanzen für die Blüte im kommenden Jahr auszusäen.

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Muskatellersalbei (Salvia sclarea) vor Moxakraut

Ebenso zweijährig der Silberblattsalbei, der vor zwei Wochen zu blühen anfing und jetzt allmählich alle Blüten verliert. Auch von ihm muss ich erst Samen für die Aussaat ernten und kann nächstes Jahr somit nicht mit einer Blüte rechnen.

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Silberblattsalbei (Salvia argentea)

Ich habe gelesen, dass man die Blütenstände bei beiden abschneiden soll, damit sie auch im nächsten Jahr noch leben und wieder zu blühen beginnen – etwas, das ich nicht über’s Herz gebracht habe.

Dafür blüht auch der dreifarbige Salbei, der nach dem Winter gar nicht gut ausgesehen hat. Der bleibt als ausdauernde Staude hoffentlich auch die nächsten Jahre noch erhalten.

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Dreifarbiger Salbei (Salvia officinalis ‘Tricolor’)

Die Rosenblüte hat ihren Höhepunkt überschritten, dennoch gibt es noch viele Rosen, die sich üppig präsentieren.

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Purpurtraum 2000 mit Zufallsdekoration

Ein Blick auf das hintere Rosenbeet mit Astrid Lindgren mit Rosa gallica ‘Versicolor’.

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Hohe Rose hinten: Astrid Lindgren, vorne: Rosa gallica ‘Versicolor

Aspirin mit seinen riesigen Büscheln.

2009-06-10_08wzIm selben Beet die Wife of Bath.

2009-06-10_09wzAuch die Rosen in den Bäumen haben ihren Blüh-Höhepunkt erreicht. Ich bin immer ganz traurig, wenn nach einem der bei uns üblichen stürmischen Tage der ganze Boden mit Rosenblättern übersät ist.

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New Dawn und Laguna in der Kiefer

Am kleinen Bachlauf wächst alle in rasendem Tempo. Die ersten Hostas beginnen bereits mit der Blüte, ebenso Dreimasterblume, Trollblume, Spiräen und die Gräser.

2009-06-10_14wzBesonders hübsch derzeit die zarten Blütenstände der rosa Spierstaude. Es dürfte sich um Filipendula rubra ‘Venusta” handeln.

2009-06-10_03wzAuch in den schattigen Bereichen hält die Fülle Einzug.

2009-06-10_13wzKontrastierend dazu gelbe Blütenfülle aus dem trockenen, sonnigen Bereich: Die Gemeine Nachtkerze macht ihrem Namen alle Ehre – ihre Blüten strahlen förmlich und es ist ein wunderbares Schauspiel am Abend das Öffnen der Blüten zu beobachten.

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Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)

Auch sie eine zweijährige Pflanze, die durch den Kräutergarten vagabundieren darf. In diesem Jahr blockiert sie leider den Zugang etwas…

Ganz andere Fülle kündigt sich hier an:

2009-06-10_07wzOder hier an den beiden im letzten Jahr gepflanzten Säulenäpfeln:

2009-06-10_06wzUnd ein wenig naschen konnte ich gestern schon von dieser Fülle, den Taybeeren. Sie schmecken köstlich und sind wesentlich größer als Himbeeren.

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Taybeere ‘Medana’

Rosenfülle & Blütenduft

Immer wieder stelle ich mir die (zugegebenermaßen dumme) Frage, welcher wohl mein Lieblings-Gartenmonat ist. Derzeit mein Favorit – wie könnte es anders sein: der Mai. Der Mai ist hier bei uns eindeutig der Rosenmonat. Egal, wie streng der Winter ist: Der Mai beschert uns eine wahre Rosenblüten-Pracht.

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Reines des Violettes

So sieht derzeit der Eingangsbereich in den “Hauptgarten” aus:

RIMG0054wzAn der rechten Säule Mme Isaac Pereire, an der linken Louise Odier. Unten am Bild nochmals aus einer etwas anderen Perspektive. Hier kommt rechts schon das sog. Rote Beet ins Bild, in dem ebenfalls einige Rosen wachsen.

RIMG0050wzRechts an der Säule klettert Mme Isaac Pereire hoch, dann folgen nach links L.D. Braithwaite, gefolgt von der noch kaum erblühten Astrid Gräfin von Hardenberg – ein wahres Duftwunder! – und links noch Prince Noir, bei dem ich mich immer frage, wie der wohl zu seinem Namen gekommen sein mag.

RIMG0044wzAm folgenden Bild das Rote Beet von der “Rückseite”. Aus diesem Blickwinkel sind auch schon einige der dunklen Blüten der “Gräfin” zu sehen.

RIMG0057wzDamit ich jetzt nicht in Versuchung komme, alle Rosenbüsche vorzustellen, schnell ein Blick in einige andere Gartenbereiche.

Im Kräutergarten dominieren derzeit auch die Rosen. Hinter den Stühlen steht der Rambler Donau in einem riesigen Topf. Wir haben es immer noch nicht geschafft, ihm wenigstens ein halbwegs brauchbares Rankgerüst an die Wand zu basteln. Doch er hält sich vornehm zurück und gebärdet sich als wallender Strauch. Vielleicht werde ich versuchen, ihn halbwegs als Strauchrose zu ziehen. Derzeit bietet er einen recht malerischen Anblick mit seinen überhängenden Trieben.

RIMG0056wzEine der schönsten Rosen im Kräutergarten ist Ferdinand Pichard.

RIMG0087wzDie Rote Krimrose an einem ganz anderen Standort bezaubert vor allem durch ihre recht unterschiedlichen Blütenfarben. Manche Blüten haben ein eher kräftiges, andere ein sehr zartes und manche ein beinahe weißes Gewand.

RIMG0076wzGanz hinten im Garten, im eher schattigen Bereich, verausgabt sich schon seit einigen Wochen Golden Showers. Sie wächst an einem Seil entlang nach oben in einen Baum. Ihre leuchtenden Blüten heben sich wunderschön vom dunklen Hintergrund ab.

RIMG0105wzDie Kletterrosen in den anderen Bäumen beginnen gerade erst zu blühen.

Ganz anders die Rosen am Rosenpavillon. Hier steht alles in voller Blüte. Vorne links Schwanensee, rechts Harlekin und an der Rückseite Leopold Ritter mit einer unglaublichen Fülle in diesem Jahr.

RIMG0043wzAuch in den anderen Gartenbereichen geben die Rosen derzeit den Ton an.

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Roseraie de l’Hay

In den Rosenbeeten sowieso. Da herrscht ein buntes Durcheinander von blühenden Rosen, Storchenschnäbeln, Katzenminze und anderen Stauden.

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Aspirin guckt durch Orangenminzen-Blätter

Stellvertretend hier die Souvenir de la Malmaison, die noch nie so üppig und schön geblüht hat wie in diesem Jahr.

RIMG0068wzÜblicherweise ist sie eine richtig empfindliche Dame. Dieses Jahr – es gab seit Anfang April keinen nennenswerten Regen mehr – scheint ihr aber besonders zu behagen.

Bei all den vielen Rosen, die mit ihrem Duft den Garten zu einem sehr sinnlichen Erlebnis machen, will ich aber keinesfalls die unterschiedlichen Duftnelken außer Acht lassen, die – je nach Windrichtung und Nasen-Standort – die Rosen duftmäßig übertrumpfen.

RIMG0113wzIm Garten gibt es drei Standorte mit diesen wunderbar duftenden Nelken. So klein – und so ein herrlicher Duft!

Vielleicht schaffe ich es, demnächst noch einige der Rosen in den anderen Gartenteilen zu zeigen, aber nach der gezwungenermaßen langen Blog-Abstinenz will ich euch nicht mit lauter Rosenbildern “erschlagen”.

Sternenflor

In den letzten Tagen habe ich etwas aufgeräumt im Garten. Da und dort ein wenig geschnitten, aufgebunden, Löwenzahn aus einigen Beeten entfernt. Dabei bin ich sehr oft den heuer entstandenen Weg zwischen den Rosenbeeten rechts und den Weinbeeten links entlang gegangen. Und jedesmal stieg mir ein fruchtig-süßer Duft in die Nase.

2007-08-29_1SternenflorwegwzHeute endlich, kurz vor dem Regen, ging ich der Duftwolke auf den Grund. Wieder einmal bewegte ich mich schnüffelnd durch den Garten und landete hier.

2007-08-29_2Sternenflor-querwz2007-08-29_3Sternenflor-hochwzSeit eineinhalb Jahren wächst an dieser Stelle die Bodendeckerrose “Sternenflor”. Derzeit umspielt von Phloxen, Geranium und Agastachen. Demnächst blüht links noch eine Schleieraster.

“Sternenflor” verströmt einen sehr fruchtigen, leicht süßen Duft, sehr intensiv, aber keinesfalls aufdringlich. Sie blüht schon seit dem Frühling durchgehend, aber der ausgezeichnete Duft ist mir – aus welchen Gründen auch immer – erst jetzt aufgefallen. Dabei habe ich ein ausgezeichnet trainiertes Riechorgan…Diese Rose macht mir viel mehr Freude, als ich erwartet hatte: Sie blüht äußerst fleißig, ist ganz gesund, hat schönes, dunkel glänzendes Laub und im Herbst außerdem kleine rote Hagebutten, die das Winterbild beleben.
Zudem sind ihre unzähligen kleinen Blüten wirklich wie leuchtende “Sternderl”.

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Rezept: Rosenblütengelee

Auf Wunsch poste ich ab und zu ein paar Rezepte, den Auftakt macht heute mein Rezept für

Rosenblütengelee

Zutaten:
Ca. 15 Blüten von Duftrosen (an einem sonnigen Tag sammeln)
750 ml Flüssigkeit (halb Wasser, halb Rotwein oder Sekt)
Saft einer Zitrone
500 g Gelierzucker 1:2

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Astrid Gräfin von Hardenberg

Verwendet habe ich Blüten von “Astrid Gräfin von Hardenberg“, “Louise Odier” und “Chartreuse de Parme“, die sehr intensiv duften.

Louise Odier_2007-05-17wz

Louise Odier

Zubereitung:
Blütenblätter abzupfen, mit der Flüssigkeit übergießen und mindestens 12 Stunden darin ziehen lassen.
Danach durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen, gut abtropfen lassen und fest ausdrücken.
Saft einer Zitrone dazugeben.
Mit Gelierzucker aufkochen und ca. 1 Minute köcheln lassen.
Gelierprobe machen.
In kleine Twist-Off-Gläser abfüllen und gut verschließen.

Chartreuse de Parme1_2007-06-27wz

Chartreuse de Parme

Es gibt unzählige Rezepte für Rosenblütengelees, ich habe lange gesucht und dann dieses hier ausprobiert und zwar mit Rotwein, damit auch die Farbe des Gelees nach Rosen aussieht. Ich war sehr skeptisch, ob es gelingen würde, den zarten Rosenduft wirklich einzufangen, aber es hat funktioniert!

Rosen im August

Die Rosenhauptblüte war heuer um fast vier Wochen früher als in den Jahren zuvor. Alles hat auf einmal geblüht, eine wahre Explosion. Jetzt in der ersten Augusthälfte blühen noch immer – oder wieder – viele meiner Rosen.
Beim abendlichen Rundgang habe ich die Rosen geknipst, die heute Abend offene Blüten haben.

Im Kräutergarten hatte heute nur “The Fairy” einige Blüten offen, die sie fast verschämt zwischen den Blättern des Purpursalbeis vorstreckte.

2007-08-10_The FairywzIn den Beeten rund um die Mäuerchen geht’s weiter. Hier blüht “Aspirin” unermüdlich. Sie hat keine Blühpause gemacht seit Mai und ist eine der unkompliziertesten und fleißigsten Blüherinnen unter meinen Rosen.

2007-08-10_AspirinwzDie weißen kleinen Blüten der Bodendeckerrose “Sternenflor” leuchten tatsächlich wie funkelnde Sterne aus dem Staudengewirr am Beetrand hervor – nicht immer ist also die Größe ausschlaggebend 😉

2007-08-10_SternenflorwzDie “Astrid Lindgren”, die ich allein schon wegen ihres Namens im Garten haben musste (Erraten: Ich bin ein großer Fan von Pippi Langstrumpf!), gehört mit ihren zartrosa farbenen Blüten auch zu den ganz eifrigen Blühwundern.

2007-08-10_Astrid Lindgrenwz“Souvenir de la Malmaison” blüht jetzt wesentlich schöner als zur Hauptblütezeit. Viele der Knospen im Juni sind leider verfault und abgefallen. Dafür kann ich jetzt ihre wunderschönen Blüten genießen.

2007-08-10_Souvenir de la MalmaisonwzAls letzte der Rosen in den beiden Beeten blüht die Rugosarose “Henry Hudson”. Ihre Knospen sind von Zartrosa bis zu Pink gefärbt. Die Blüten hingegen sind völlig weiß.

2007-08-10_Henry Hudson_hochwzViele der anderen Rosen in diesen Rosenbeeten bilden gerade Knospen aus. Die Blüte wird also noch eine Weile andauern!

Ein Schwenk nach rechts zeigt mir, dass im Pappelbeet derzeit nur eine Rose blüht, nämlich die “Schneewittchen”. Sie muss sich mit ihren schönen Blüten wahrlich nicht verstecken!

2007-08-10_SchneewittchenwzAm Rosenpavillon bietet “Schwanensee” gerade ihre letzten weißen Blüten dar, schon ein wenig von der Vergänglichkeit gezeichnet.

2007-08-10_SchwanenseewzIm hinteren Teil des Baumbeetes unter den Apfelbeerbäumchen und den Kiefern gedeiht “Winchester Cathedral” schon seit drei Jahren. Sie war eine der ersten Rosen, die ich im Garten gepflanzt habe. Ich hoffe, sie fühlt sich noch länger an ihrem Platz wohl, auch wenn er über die Jahre etwas schattiger werden wird.

2007-08-10_Winchester CathedralwzVor “Glamis Castle” wurde ich gewarnt. Sie sei sehr krankheitsanfällig und blühfaul. Beides kann ich nicht bestätigen. Auch sie steht im Baumbeet im halbschattigen Teil des Gartens und blüht ausdauernd und wunderschön!

2007-08-10_Glamis CastlewzSehr schattig steht mittlerweile die von mir sehr geliebte “Viridiflora”. Es scheint ihr aber zu gefallen im Halbschatten, denn sie blüht unermüdlich ohne Pause von Anfang Mai. Letztes Jahr hat sie bis zum Frost geblüht.

2007-08-10_ViridiflorawzNeben der Viridiflora blüht die “Golden Showers”. Meine einzige gelbe Rose. Auch sie fühlt sich im Halbschatten recht wohl und streckt ihre leuchtenden Blüten über den Zaun hinaus Richtung Straße. Heuer hat sie einen richtigen Wachstumsschub und ich muss mir langsam überlegen, was ich ihr zum Klettern anbieten werde.
Beim Bild habe ich geschummelt, es ist aus dem Vorjahr. Zum Fotografieren der Blüten heute hätte ich mir eine Leiter holen müssen…

Golden Showers3wzUnd nun geht’s wieder zurück in den sonnigen Gartenteil.

Blüten und Blattwerk von “Bernadette Lafont” haben einen fast metallisch-bläulichen Glanz.

2007-08-10_Bernadette LafontwzDie “Chartreuse de Parme” gehört zu meinen “Schnüffelrosen”. Ich kann nie vorbeigehen, ohne meine Nase in eine Blüte zu stecken und einen tiefen “Zug zu nehmen”. Einfach herrlich! Herrlich groß sind im voll erblühten Zustand auch ihre Blüten. Ich glaube, sie haben von den Rosen in unserem Garten den größten Durchmesser, wenn sie ganz offen sind.

2007-08-10_Chartreuse de ParmewzDas knalligste Rot im Garten hat eindeutig “L. D. Braithwaite”.

2007-08-10_LDBraithwaitewzMehr im üblichen Farbspektrum des Gartens liegt da schon “Prince Noir”. Die Blüten gefallen mir ganz besonders, wenn sie anfangen am Rand zu verwelken.

2007-08-10_Prince Noirwz“Astrid Gräfin von Hardenberg” (unten und unten links) wohnt im Roten Beet, das sie durch ihre stattliche Größe und ihren Blütenreichtum dominiert. Obwohl sie in der prallen Sonne steht, halten ihre Blüten erstaunlich gut. Praktischerweise steht sie neben dem Weg, sodass ich beim Vorbeigehen auch immer schnell mal meine Nase in eine ihrer Blüten stecken kann. Sie gehört für meine Nase zu den am stärksten duftenden Rosen. Heuer habe ich ihren Duft sogar in Rosengelee eingefangen.

2007-08-10_GraefinHardenberg_querwz2007-08-10_GraefinHardenberg_hochwzDie Gräfin habe ich in einer Gärtnerei vorletztes Jahr im Herbst gesehen und wollte sie wegen ihres stolzen Preises gar nicht kaufen. Glücklicherweise konnte ich dann doch nicht von ihr lassen!

Demnächst blühen wieder die Kletterrosen in den Bäumen und an den Ranksäulen.
Ein richtig schöner Rosensommer!