Category Archives: Chilis

Paprika- und Chiliplanung 2015

Beim Durchsehen meiner Samenkiste ist mir klar geworden, dass viele der Paprika- und Chilisamen nicht mehr keimfähig sein werden. Diese bleiben im Schnitt gut zwei Jahre sehr gut keimfähig, doch dann lässt erfahrungsgemäß die Keimrate drastisch nach. Nach drei Jahren in der dunklen Kiste zicken sie schon beträchtlich, wenn sie loslegen sollen, nach vier Jahren scheint der Lebenwille der meisten gebrochen. So gesehen habe ich meine potentiellen Chili- und Paprikadamen sehr schlecht behandelt.

Paprikaauswahl

Somit ergibt sich für 2015 folgende Liste der Paprikasorten, die ich aussäen werde und die hoffentlich zuverlässig keimen:
Neusiedler Ideal (mittelgroße, blockige Paprikas, zuverlässige, relativ robuste Sorte)
Pußtagold (spitz zulaufende, kleinere Paprikas, ebenfalls recht zuverlässig tragend)
Cubanelle (große spitz zulaufende Paprikas, die wir zum Grillen und Braten lieben)
Korosko (rote Spitzpaprikasorte, heuer erstmals im Anbau)
Violetta (dickwandige Blockpaprika, erstmals im Anbau)

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Pußtagold – spitz zulaufend, gelb abreifend, frühreif

Einen Versuch mache ich noch mit folgenden Paprikasorten, vielleicht machen mir einige doch die Freude und schicken ein paar Keimlinge ans Tageslicht:
Purple Beauty (dünnwandige Blockpaprikas, relativ klein, die sehr spät über schwarz nach dunkelrot abreifen, aber im schwarz-violetten Zustand einen ganz tollen Geschmack haben)
Sweet Chocolate (blockige Paprikas, die von dunkelrot nach schokoladenbraun abreifen)
Corno di Torro Rosso (rote Spitzpaprikasorte aus Italien, dünnwandig und perfekt zum Grillen)
Meek and Mild (kleine Spitzpaprikasorte, dunkelviolett abreifend, sehr dünnwandig, ganz zarte Schärfe und perfekt zum Grillen)

Chiliauswahl

Bei den Chilis war das Wühlen in der Samenkiste noch frustrierender. Ich musste viele Samen einfach entsorgen, sie hätten nicht mehr gekeimt. So ist das eben, wenn man viele Sorten ausprobiert und nicht jedes Jahr alle anbauen kann.

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Zimbabwe Birds Eye – üppig tragend und eine echte Zierde

Frisches bzw. höchstwahrscheinlich noch gut keimfähiges Saatgut von folgenden Sorten kommt bald in die Erde:
Madame Jeanette (Schärfe 10)
Fatalii (Schärfe 10)
Habanero Orange (Schärfe 10)
Zimbabwe Birds Eye (Schärfe 9)
De Cayenne (Schärfe 8)
Lemon Drop (Schärfe 7)
Aji Cristal
(Schärfe 6)
Turuncu Spiral (Schärfe 5 – 6)
Sigaretta (Schärfe 3)
Pimientos de Padron (Schärfe 0 – 5)
Aji Dulce Long (Schärfe 0 – 1)

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Aji Cristal – nach Rot abreifend, reichtragend

Und ich gebe mich der Hoffnung hin, dass diese Sorten noch zumindest einen Keimling nach oben schicken:
Baskent (Schärfe 7)
Jalapeno (Schärfe 5)
“Gianni” (keine Ahnung mehr, woher ich diese Samen bekommen habe, handschriftllich am Samensackerl steht “Gianni, ähnlich Salemme Pepper” – weiß jemand was darüber?)

Auf der Wohnzimmerfensterbank versuche ich wieder einmal drei Pflanzen der Rocoto Manzano Rot zu überwintern. Bisher halten sie sich recht tapfer. Bis zum Mai müssen sie aber noch dort ausharren und können den Garten nur durch das Fenster genießen.

Aussaaterde wartet schon in der Werkstatt auf mich. Mit der Chiliaussaat werde ich kommende Woche loslegen. Sie brauchen immer sehr lang zum Keimen, insbesondere ältere Samen. Und haben sie das Licht der Welt erblickt, wachsen sie auch nicht annähernd so schnell wie beispielsweise Tomaten.

Zudem freue ich mich dieses Jahr ungemein darüber, wieder selber kleine Pflänzchen heranziehen zu können!

Habt ihr schon Pläne für die Gemüseaussaat – oder habt ihr gar schon damit angefangen?

Chili- und Paprikaaussaat 2013

Kribbelt es auch in euren Gärtnerhänden schon?
Nun denn: Ihr müsst euch nicht mehr zurückhalten, ab sofort kann gesät werden!

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Rocoto Manzano Rot

Ein warmes Plätzchen zum Keimen und danach ein recht helles, halbwegs kühles zum Wachsen sind ideal für Chilis und Paprikas. Kuschelige Keim-Pätze habe ich anzubieten: Die breiten, alten Heizkörper im Wohn- und Esszimmer eignen sich hervorragend dafür. Mit den kühleren, hellen Plätzen nach dem Keimen hapert es: Auf der südseitigen Wohnzimmer- und der Esszimmerfensterbank ist es zwar recht hell, aber kühl leider nicht. Trotzdem schaffen es meine Chilis und Paprikas jedes Jahr dort ihre Kindheit und Jugend halbwegs gut zu überstehen.

Also: Ran an die Erde, es ist Zeit für die Aussaat!

Chilis 2013:
Aji Cristal (Schärfe 6, wird bei uns immer als Beilage gegrillt)
Baskent (Schärfe 7, ideal zum Trocknen)
Bolivian Rainbow (Schärfe 6, sehr dekorativ)
Habanero Orange (Schärfe 10)
Jalapeno (Schärfe 5, variiert erfahrungsgemäß aber sehr, gut zum Einlegen)
Lemon Drop (Schärfe 7)
Nymphenburger Knubbel (Schärfe 8, Tauschpaket des Selbstversorgerforums)
Pimientos de Padron (Schärf 0 – 5, danke, Henry!)
Rocoto Manzano Rot (Schärfe 9, sehr fruchtig)
Turuncu Spiral (Schärfe 5 – 6, sehr gut zum Trocknen)
Zimbabwe Birds Eye (Schärfe 9, sehr dekorativ, gut zum Trocknen)

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Bolivian Rainbow

Dann säe ich noch alle alten Samen der Sorten Cascabel (Schärfe 4 – 5), Sibirischer Hauspaprika (Schärfe 7) und Piri Piri (Schärfe 7), in der Hoffnung, es sind noch ein paar keimfähige darunter.

Paprika 2013:
Cubanelle (gut zum Braten, aber auch zum Füllen)
Neusiedler Ideal (bestens geeignet zum Füllen)
Meek & Mild (super zum Grillen, Al, die Sorte liebe ich, danke!)
Paradiso (wird erstmals getest)
Purple Beauty (unsere liebste Paprikas zum “so Essen”)
Pußtagold (allseits bestens verwendbar)

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Die reich tragende Neusiedler Ideal

Übrigens pflanze ich alle Paprikas und Chilis ausschließlich in Töpfe, die an den Hauswänden entlang aufgestellt sind, oft auch als Unterpflanzung von Paradeisern. Das gefällt ihnen ausgezeichnet, denn dadurch bekommen sie wesentlich mehr und konstantere Wärme und gedeihen viel besser. Und mit den paradiesischen Nachbarn verstehen sie sich bestens.

Morgen geht’s an die Aussaat. Ich freu mich schon!

Seid ihr auch schon beim Säen?

Freiheit für die Paradeiser

Nun habe ich sie doch vor den Eisheiligen ausgepflanzt, meine Paradeiser.

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Tomatentöpfe an der Südwand

Zumindest diejenigen, die etwas geschützt in Töpfen an den Hauswänden entlang stehen und die Ampeltomaten in den Terrassenkisterln. Die andere Hälfte, die direkt ohne jeglichen Schutz in den Gemüsegarten gepflanzt wird, muss sich noch bis nach dem Wochenende gedulden. (Falls ich soviel Geduld aufbringe…)

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Sweet Pea, eine neue Sorte in unserem Garten, im Terrassenkisterl

Die Eisheiligen werden bei uns laut Wetterbericht nicht so dramatisch kalt, anscheinend sind etwas kühlere Nächte aber nach den Eisheiligen zu erwarten. Und so lange kann ich mit dem Auspflanzen nicht warten. Es ist schon mühsam, die vielen kleinen Töpfchen täglich zu gießen.

Somit sind ca. die Hälfte der Tomaten seit heute ausgepflanzt und pro Topf mit je einer Chili- bzw. Paprikapflanze unterpflanzt. In einige Töpfe habe ich zusätzlich auch noch Basilikum gesät, morgen kommen in die andere Hälfte der Tomatentöpfe noch Spargelerbsen als Unterpflanzung. Die säe ich dieses Mal direkt in die Töpfe, das Vorziehen wollte ich mir ersparen.

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Die Blüten dieser Chili werden sich in zwei, drei Tagen öffnen

Über das Auspflanzen der Paradeiser habe ich aufgrund häufiger Nachfragen schon einmal einen Beitrag mit Tipps geschrieben. Nachzulesen hier: “Der Geschmack der Freiheit: Tomaten auspflanzen“.

Bald sieht es in den Terrassenkisterln hoffentlich wieder so aus! Ich freu mich schon!

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Sorte “Minibel”

Chili- und Paprikaaussaat 2012

Endlich! Wer sein Essen gerne scharf mag, darf sich jetzt schon die Hände schmutzig machen und ans Aussäen gehen: Es ist Zeit für die Chili- und Paprikaaussaat in diesem Jahr!

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Zimbabwe Birds Eye

In diesem winterlosen Winter kann ich es kaum abwarten, bis sich unsere Fensterbänke endlich wieder in kleine Anzuchtstationen verwandeln. Also werden in der zweiten Jännerwoche die Chilis und Paprikasamen in die Erde gebracht. Die Aussaat in der zweiten Jännerwoche hat sich bewährt. Bis zum Auspflanzen sind die Pflanzen schon groß und robust und gerade noch halbwegs ins Warme zu bringen, falls doch noch einmal Frost angesagt ist.

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Dnjepopetrowsk

Die Aussaat bedarf sorgfältiger Planung: Erstens ist der Platz für Chilis und Paprikas – wie für alles andere auch – begrenzt, zweitens will ich jedes Jahr neue Sorten ausprobieren und drittens möchte ich alljährlich zumindest einige meiner Lieblingssorten anbauen, die zuverlässig Ertrag bringen und uns schmecken.

Nun denn, die Chili- und Paprikaplätze 2012 werden vergeben an:

Chilisorten:
Aji Cristal – Schärfe 6
Bhut Jolokia – Schärfe 10++, derzeit schärfste Chili der Welt
Cascabel – Schärfe 4-5
Baskent – Schärfe 7
De Cayenne – Schärfe 8
Dnjepopetrowsk – Schärfe 6
Fresno – Schärfe 5-6
Joes Long – Schärfe 7 (Danke, Al!)
Lemon Drop – Schärfe 7
Madame Jeanette – Schärfe 10 (Ich bezweifle leider, dass die Samen dieser tollen Sorte noch keimfähig sind, aber vielleicht habe ich ja Glück!)
Piri Piri – Schärfe 7
Rocoto Manzano Rot – Schärfe 9
Sarit gat – Schärfe 7
Turuncu Spiral – Schärfe 5-6
Zimbabwe Birds Eye – Schärfe 9

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Madame Jeanette

Paprikasorten:
Corno di Toro Rosso
Cubanelle
Meek and Mild (Al, danke, die Sorte schmeckt köstlich, schon 2011 getestet!)
Neusiedler Ideal
Paradies
Pußtagold
Purple Beauty

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Purple Beauty

Von den Chilis werde ich nur jeweils eine, bei wenigen Sorten allerhöchstens zwei Pflanzen behalten. Bei den Paprikas plane ich mit zwei Pflanzen pro Sorte. Nur die wunderhübsche Purple Beauty darf uns mit ihrer Schönheit in drei Töpfen erfreuen. Das reicht für unseren 2-Personen-Haushalt, um immer auch ausreichend Vorräte anzulegen.

Noch ein kleiner Nachtrag, weil ich oft zur Aussaat gefragt werde:

Im Prinzip säe ich die Chilis/Paprikas nach der selben Vorgangsweise aus wie meine Tomaten. Das habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben:
Tomatenaussaat – einige Tipps
Der Zeitpunkt der Aussaat liegt bei den Chilis um einige Wochen früher als bei den Paradeisern.
Was die im Aussaat-Beitrag erwähnte Stärkung der Tomatenpflanzen betrifft, mache ich das auch bei den Chilis.
Beim Abhärten an der frischen Luft muss man vorsichtig sein: Chilipflanzen sind doch etwas kälteempfindlicher als die Paradeiser.

Wer unter euch sät denn jetzt auch schon Chilis aus – und welche Sorten?

Einmal quer durch Zeit und Raum

Juni und Juli waren sehr hektische und teils auch nervenaufreibende Monate. Bloggen und oft auch Gartenarbeit sind in den Hintergrund geraten. Aber wenigstens ein kurzes “Hallo, mich gibt’s noch” möchte ich wieder einmal vermelden!

Eine der größten Freuden im Juni war die unerwartet große Marillenernte. Unser ursprüngliches Marillenbäumchen hat ja vor zwei Jahren ein Sturm erledigt. Es ist danach trotz Aufrichten und Pflege nicht mehr angewachsen. Also haben wir Nachwuchs besorgt, letzten Herbst erst. Und siehe da: Das kleine Bäumchen trug schon im ersten richtigen Standjahr richtig viel!

2011-06-30_02wzWir haben Marillen gegessen bis zum Umfallen, Kompott gekocht und Marillenknödel fabriziert. Eine Portion konnte ich sogar für den Winter einfrieren.

Auch die Ribisl (Johannisbeeren) sind mittlerweile abgeerntet. Die Ernte fiel recht üppig aus.

2011-06-30_05wzDie weißen Ribisl wurden eingemaischt, die roten und schwarzen erst einmal eingefroren. Die möchte ich dann zusammen mit der Brombeerernte, die auch recht üppig ausfallen wird, verarbeiten.

Ganz neu für mich die Japanische Weinbeere. Erst in diesem Frühling gepflanzt, konnten wir einige Monate schon die ersten Beeren naschen. Eine köstliche Beerenart! Leicht säuerlich, einfach zu ernten und frei von Schädlingen.

2011-06-30_04wzIm Moment kann ich Heidelbeeren naschen und Stachelbeeren gibt es noch. Die Taybeeren sind schon seit eineinhalb Monaten verspeist. Ich liebe es einfach, durch den Garten zu schlendern und hier und da einfach zu naschen.

Sehr viel Freude hatte ich auch mit dem ersten Romaneso.

2011-07-11_02wzDie Pflanze war riesig, beinahe 80 cm im Durchmesser. Prächtig! Der Romanesco hat uns ausgezeichnet gemundet und war wunderschön anzusehen. Ich habe ihn erst einige Tage umschlichen, ehe ich der Schönheit mit dem Messer zu Leibe rückte.

Natürlich liefert der Gemüsegarten schon lange täglich frisches Grün-und Buntzeug;-)
Neben Zucchinis, Paprikas, Rucola, Salaten, frischen Kräutern, Schnittbohnen, Spargelerbsen, Kohlrabis etc. essen wir schon seit geraumer Zeit täglich frische Gurken.

In diesem Jahr habe ich neben den Standardsorten Delikatess, Chinesische Schlangengurken und Marketmore auch eine ganz besondere Gurke, die Lemberger Gurke.

2011-07-11_01wzIhre Schale ist braun-weiß genetzt, das Fruchtfleisch sehr weiß. Eine sehr knackige Gurke! Und schön ist sie auch. Vor allem, wenn man sie nicht schält, das machen wir nie, und im Salat die Schalen braun-weiß blitzen.

Seit der ersten Juli-Woche kann ich endlich auch wieder Paradeiser ernten!

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Tomatensorte “Minibel”

Die erste Sorte, die heuer reife Früchte hatte, war die Tumbling Tom Red. Dicht gefolgt von den gelben und roten Johannisbeertomaten. Mittlerweile liefern auch schon Green Sausage, Himbeerrose, Ampeltomate rosa, Minibel, Goldita und Black Cherry reife Tomaten. Tangella hat das Rennen bei den mittelgroßen Sorten gemacht und die Dunkelviolette Indische Fleischtomate wird als erste der “Großen” erntereif.

Meine heiß geliebte Gartenbadewanne konnte ich erst an einem Wochenende nutzen.

2011-06-30_01wzDenn die Wochenenden waren meist stürmisch und kühl. Oder durch Verpflichtungen “belegt”. Auch jetzt stürmt es wieder, sodass ich den Garten gar nicht betreten mag.

Dabei wächst alles rasant und die Wildnis wird dichter….

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Blick über das Zeitloch zum Insektenhotel

Die beiden überwinterten Habanero bolivia-Pflanzen tragen schon seit Wochen viele reife Chilis. Das Überwintern hat sich echt ausgezahlt, denn erst jetzt im zweiten Jahr tragen die schon großen Pflanzen wirklich viel.

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Habanero bolivia

Die hübscheste Chilipflanze derzeit aber ist mit Abstand die Bolivian Rainbow. Mit ihren dunklen, violett überhauchten Blättern ist sie auch ohne Fruchtbehang schon ein Blickfang. Aber zu einer Augenweide wird sie dann, wenn sie richtig viele Chilis in unterschiedlichen Reifegraden trägt, wie derzeit.

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Bolivian Rainbow

Bald geht auch schon der Juli zu Ende und das Sommergefühl mag sich noch immer nicht so recht einstellen. Ich hoffe noch!

2011-06-30_06wzPS: Nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht kommentiere, das wird sich wieder ändern. Aber ich habe einfach keine Zeit.

Fensterbank-Plantage

Da harren sie nun der Dinge, all die vorgezogenen Chilis, Paprikas und Paradeiser.

2011-04-12_01wzBesetzen alle Fensterbänke und genießen den Ausblick in den Garten.

2011-04-12_03wzEtwas über 70 Tomatenpflanzen und über 30 Chilis und Paprikas werde ich behalten und nach den Eisheiligen, oder, sollte die Wetterprognose umwerfend gut sein, auch etwas früher, ins Freie zu pflanzen. Tagsüber trage ich sie zum Abhärten oft ins Freie. Aber damit bin ich heuer nachlässiger als in den letzten Jahren. Die Schlepperei ist schon recht mühsam. Licht haben sie ja genug an den Südfenstern des Ess- und Wohnzimmers.

Manche plagt wohl schon die Ungeduld angesichts der sonnigen letzten Woche. So wie diese “Bolivian Rainbow” mit den schönen lila überhauchten Blättern. Diese Chili zeigt bereits ihre erste geöffnete Blüte.

2011-04-12_02wzSie gehört zu den eher kleinwüchsigen Pflanzen. Deshalb mache ich mir keine großen Sorgen wegen eines möglichen Platzmangels. Alle “Großen” sind frisch getopft, mit etwas Kompost versorgt und werden täglich besucht und bewundert.

Die warmen Tage und Nächte sind vorerst vorüber. Kalte, stürmische und regnerische Tage sind angebrochen. Sobald das Wetter wieder stabiler wird, dürfen die Chilis, Paprikas und Paradeiser in das kleine Gewächshaus auf der Terrasse übersiedeln, das wir seit dem Vorjahr immer im April aufbauen. Dann wird es nämlich zu eng auf den Fensterbänken: Gurken, Kürbisse und Zucchinis müssen ausgesät werden.

Endlich wieder Erde unter den Nägeln: Chili- und Salataussaat

Während der Winter Pause macht und als Vertretung für ein paar Tage den Frühling vorbei geschickt hat, habe ich mich an die ersten Aussaaten des Jahres gemacht.

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“Milder Aufrechter von Irina” im Schaugarten der Arche Noah in Schiltern

Wie immer startet mein Gemüsegartenjahr mit der Aussaat der Paprikas und Chilis, die sich ja sehr langsam entwickeln und daher früh gesät werden sollten.
Am 15. Jänner kamen von folgenden Sorten jeweils einige Körner in die Erde:

Aj Cristal – Schärfe 6
Anaheim – Schärfe 2
Baby Bell – Schärfe 1
Baskent – Schärfe 7
Bhut Jolokia – Schärfe 10++ (Stefan, danke für die letztjährigen Samen, letztes Jahr hat meine Pflanze erst zu spät angesetzt und ich hab sie nicht über den Winter gebracht, ich hoffe, dieses Jahr klappt’s mit der schärfsten Chili der Welt!)
Bolivian Rainbow – Schärfe 6
De Cayenne – Schärfe 8
Cubanelle – Schärfe 0
Elefantenrüssel gelb – Schärfe 7
Habanero bolivia – Schärfe 10
Habanero rot/gelb – Schärfe 10
Madame Jeanette – Schärfe – Schärfe 10
Neusiedler Ideal – Schärfe 0
Pepper – milde Schärfe (Danke, Al!)
Pinocchio’s Nose – Schärfe 4 (Danke, Al, ich bin schon neugierig, wie scharf sie bei mir werden!)
Purple Beauty – Schärfe 0
Pußtagold – Schärfe 0
Thai Chili orange – Schärfe sehr scharf
Yolo Wonder – Schärfe 0
Zimbabwe Birds Eye – Schärfe 9

Zur Keimung stehen die Aussaattöpfchen jetzt wie jedes Jahr im Wohnzimmer auf der Heizung – dank der alten, breiten Heizkörpermonster haben sie es kuschelig warm, was für die Keimung von Chilis recht wichtig ist.

Einige der Sorten baue ich zum ersten Mal an und bin daher extrem neugierig!
Jetzt müssen sie aber erst einmal keimen, dann wollen sie gehätschelt werden, ab Mai ausgepflanzt – bis die ersten Chilis des Jahres verkostet werden können und ich unsere Besucher mit neuen scharfen Aromen beglücken kann, gehen noch viele Monate ins Land.

Wie immer in gärtnerischen Dingen heißt es daher: Frau übe sich in Geduld.
Eine Herausforderung!

2011-01-17_01wzTags darauf, am 16. Jänner, habe ich die ersten Salate ausgesät. Diese Mal bin ich streng zu den Keimlingen, zumindest habe ich mir das ganz festvorgenommen. Gesät habe ich in diese Saatschalen, in denen man Salatjungpflanzen kaufen kann (Ja, ja, nur nix wegwerfen, das sich wieder verwenden lässt…), mit kleinen, aber tiefen Abteilungen. Mehrere Samen wurden in jede Vertiefung gesät. Die schwachen Pflänzchen will ich auszupfen und nur jeweils eine Pflanze pro Abteilung übrig lassen, das sich dann gut entwickeln kann.
Theoretisch.
Denn erstens bin ich meistens zu weichherzig und schaffe es nicht, die Schwachen auszusondern, und zweitens gelingt mir die Aussaat von Salat nicht immer, daher überlasse ich es oft der Natur, welche Salate uns in der laufenden Gartensaison beschert werden.

Gesät habe ich folgende Sorten:
Pflücksalat “Amerikanischer Brauner”

Pflücksalat “Australischder Gelber”
Pflücksalat “Cocarde”
Kochsalat “Forellenschluss”
Spargelsalat “Chinesische Keule”

Salat braucht zur Keimung nicht annähernd so viel Wärme wie Chilis, daher stehen die Aussaatschalen in einem kühleren Raum, bis sich die ersten Keimlinge zeigen, dann benötigen sie Licht und werden umgesiedelt.

Und, habt ihr auch schon schmutzige Fingernägel?

Ruck zuck-Gartenjahr

Wie die Zeit vergeht!

In der letzten Februarwoche taute er langsam weg, der hartnäckige Schnee.

Dann endlich

  • Tonnen von Laub vom Pseudo-Rasen entfernt
  • Unmengen Kiefernnadeln und Zapfen aus den Beeten und von der Wiese gerecht
  • zwischendurch Chilis nachgesät
  • vertrocknete Stauden in den Beeten abgeschnitten
  • den wahnsinnig gewordenen Holunder auf handliches Format geschnitten
  • das beinahe unverrottbare Laub unserer riesigen alten Pappel säckeweise von den Beeten im Gemüsegarten entfernt
  • zwischendurch Chilis nachgesät
  • die riesige Brombeere geschnitten
  • das eingestürzte Bachufer wieder aufgebaut
  • zwischendurch wieder Chilis nachgesät
  • die Stauden am und im Teich zurückgeschnitten
  • die Hostas in den Töpfen gedüngt
  • ein paar Beerensträucher geschnitten
  • noch mehr große Sträucher geschnitten
  • einen riesigen Haufen Häckselmaterial aufgetürmt
  • mich gefragt, was ich mit den vielen Chilis machen soll – letztendlich sind nämlich dann doch, wenn auch mit großer Verzögerung, wirklich alle gekeimt
  • noch einen Nistkasten aufgehängt
  • die ersten Tomaten ausgesät
  • nach blühenden Krokussen Ausschau gehalten, zwei gefunden
  • bei zurückgekehrter Eiseskälte und stürmischem Nordwind mit dicker brauner Wollhaube und blitzblauen Ohrenschützern (nein, es gibt kein Foto) unseren Häcksler angeworfen. Der Haufen war weg in Null komma nix, ich eingestaubt von oben bis unten.

2010-03-08wzUnd dann war schon wieder Winter.

Es kribbelt schon

Jänner. Temperaturen immer so knapp um null Grad. Schnee kommt, Schnee taut, Schnee kommt wieder. Winter eben. Was tut eine gärtnernde Frau da am liebsten? Gartenpläne für die wärmere Jahreszeit machen, Aussaatpläne erstellen, Saatgutkataloge wälzen – und: Pflanzen vorziehen auf der Fensterbank!

Die erste Aussaat habe ich am 12. Jänner gemacht: Paprikas und Chilis. Die brauchen bei mir immer recht lang zum Keimen und wachsen auch nicht gerade schnell im Vergleich mit Tomaten, die ich erst viel später aussäe.

In diesem Jahr habe ich folgende Chili- und Paprika-Sorten ausgesät:

– Sweet Chocolate: süßlich, Schärfe 0, von dunkelgrün nach schokoladenbraun abreifend
– Corno di Torro Rosso: leicht süßlich, Schärfe 0, rot abreifend
– Purple Beauty: Schärfe 0, von grün über schwarzviolett nach rot abreifend
– Cubanelle: Schärfe 0, von gelb-grün nach orange-rot abreifend
– Banana Sweet: Schärfe 0, gelb abreifend
– Pusstagold: Schärfe 0, von grün über cremegelb nach rot abreifend
– Neusiedler Ideal: Schärfe 0, von grün über gelb nach rot abreifend
– Anaheim: Schärfe 0 – 2, rot abreifend
– Fresno: Schärfe 5 – 6, von grün über orange nach rot abreifend
– Turuncu Spiral: Schärfe 5 – 6, orange abreifend
– Scharfer Pfeffer von Kukljica: Schärfe 5 – 6, rot abreifend
– Elefantenhaut: Schärfe 5 – 6, dunkelrot abreifend, genetzt
– Toskana-Chili: Schärfe 6, rot abreifend
– Aj Cristal: Schärfe 6, von grün über orange nach rot abreifend
– Red Cherry Hot: sehr scharf, rot abreifend
– Scharfe, gelbe Kugerl: angeblich sehr scharf, Sorte aus Ungarn, tatsächlicher Name unbekannt, gelb abreifend
– Habanero bolivia: Schärfe 10, rot abreifend
– Bhut Jolokia: Schärfe 10++ (derzeit schärfste Chili der Welt), rot abreifend, Samen von Stefan

Von den meisten Sorten werde ich 2 – 3 Pflanzen behalten. Falls mehr keimen sollten und ihre Jugend gut überstehen, bekommen sie bei Freunden, Bekannten und Nachbarn ein zu Hause.

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Chilianzucht – zum Keimen auf dem warmen Heizkörper

Die ersten Keimlinge haben gestern ihre Köpfchen aus der Erde gestreckt.

Bin schon gespannt, wie lange sich das Keimen heuer hinzieht. Letztes Jahr hat es sehr lang gedauert, bis alle gewünschten Sorten zur Keimung kamen.

Bis zur Tomatenaussaat dauert’s noch ein Weilchen. Damit ich aber auch zwischendurch ein wenig in der Erde wühlen darf, habe ich gestern einige andere Samen ausgesät:

– Drachenbaumsamen (Dracaena draco) ein Mitbringsel aus Teneriffa, das wohl fast jeder gärtnernde Teneriffa-Urlauber von dort mit in die Heimat nimmt

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Der älteste “Drago” in Icod de los Vinos

– Samen von Canna indica und Canna coccinea mill. – die Samen sind mir so nebenbei auf Teneriffa in die Tasche gehüpft. Die Keimung von Cannas kann sich ewig hinziehen, wie ich gelesen habe. Nun ja, mal schauen, ob ein paar irgendwann ihre Köpfchen aus der Erde strecken.

– Ihr kennt das sicher auch: Man kommt aus dem Urlaub und in allen möglichen Taschen und Täschchen findet man Samen. So ging’s mir jedenfalls. Gestern habe ich Samen eines Baumes gefunden, nicht beschriftet natürlich. Auch diese wurden mal in Aussaaterde versenkt. Bin schon gespannt!

– Des weiteren habe ich von einer Gartenfreundin Brutknöllchen der Begonia sutherlandii bekommen. Da ich mich damit nicht auskenne, habe ich sie auch einfach mal in Erde versenkt und werde sie gut feucht halten.

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Canna im Botanischen Garten von Puerto de la Cruz

Meine Samenschubladen sind in diesem Jahr übervoll. Einiges habe ich in Foren ertauscht, anderes von Bloggerinnen bekommen, so manche Samen sind mir bei Ausflügen einfach zugeflogen und einige musste ich natürlich auch kaufen. Ich will dieses Jahr wirklich drauf schauen, möglichst viel davon auch auszusäen. Es wäre einfach schade, sie verkommen zu lassen. In den letzten Jahren habe ich ja fast ausschließlich Gemüse ausgesät. Heuer will ich auch einiges an Stauden und Einjährigen anbauen.

Ich frage mich nur schon die ganze Zeit, wohin ich bis zum Auspflanzen mit all den Sämlingen soll – und hoffe auf die wunderbare Fensterbankvermehrung.

Höllenfeuer

Sie kam mit der Post, die kleine rote Hölle. Bei “ihr” handelt es sich um die Bhut Jolokia, auch unter den Namen Bih Jolokia, Naga Jolokia u.a. bekannt, die derzeit schärfste Chili der Welt.DSCN1239wz

Erst mal wurde sie neugierig ausgepackt. Sie sah so harmlos aus. So normal. Eigentlich recht hübsch anzusehen, wie sie da in der Küche einige Tage lag. Immer wieder warfen wir ein Auge auf sie. Irgendwie ist sie ja schon ein klein wenig Respekt einflößend. Wir umschlichen sie wie Jäger ihre Beute. Die ausgiebige Inspektion der Hölle wurde dann wohldurchdacht lieber auf’s Wochenende verlegt. Vorsichtshalber. Man weiß ja nie, wie lange man dort festgehalten wird.

Und dann die Fragen: Wie verkostet man diese höllisch scharfe Chili? Was wäre ein passabler und vor allem auch angemessener Weg, dieses gemeine Ding mit den Geschmacksnerven in Verbindung zu bringen? Einfach auf einem Stückchen rumkauen? Und wie klein muss dieses Stückchen sein, so richtig winzig? Wenn’s aber gar so winzig ist, worauf soll man dann herumkauen? Oder lieber einfach nur ein wenig die Zunge ranhalten – wäre das noch angemessen? Hm…

Mein Schatz, mein liebster Vorkoster, hat sich für den Beginn für letztere Variante entschieden. Erstmal wurden Latexhandschuhe übergestreift und das große Schlachtermesser ausgepackt.

DSCN1246wzSo sieht es also im Inneren der Hölle aus. Eigentlich nicht so ungewöhnlich.

Was für eine hinterhältige Irreführung!

DSCN1247wzSchon kurz nach dem Aufschneiden verbreitete sich in der Küche ein feiner Duft nach Chili – allen wohl vertraut, die schon öfter Chilis in größeren Mengen verarbeitet haben. Aus diesem feinen Duft wurde ganz schnell eine böse stechende Wolke. Unsere Nasen liefen, die Augen wurden leicht gerötet, Taschentücher wurden gezückt, um den vielen “Hatschi!”s Einhalt zu gebieten.

Mein allerliebster Vorkoster hat es dann gewagt, sich, nach einer Viertelstunde des Niesens und Schneuzens, mit der Zunge an ein winziges Stückchen der Bhut Jolokia heranzutasten. Ganz schnell war die Zunge wieder im Mund. Es würde höllisch stechen, meinte er nur und nieste.

Nochmals eine Kunstpause. Dann war es soweit. Er wagte es, dieses winzige, schon zungenbetastete Stückchen Hölle zu kauen und gar noch zu schlucken. Es sei einfach nur scharf, so scharf, so scharf. Es gibt ja Chilis, die durchaus noch viele Geschmacksnuancen in sich bergen, in der Hölle ist erwartungsgemäß nur Feuer.

Und ich? Ich gestehe: Ich habe es beim Kosten per Luft – sprich, beim Einatmen all des herumschwirrenden Capsaicins – belassen. Vorerst. Mein allerliebster Vorkoster hat sich am selben Abend noch todesmutig noch zwei klitzekleine Stückchen in seine Spaghettisoße gemischt. Entweder das war nicht mehr ganz so schlimm, weil die Chili erwärmt war – oder seine Geschmacksnerven waren schon taub. Das Niesen blieb nämlich aus.

Jetzt liegt die angeschnittene Chili erst mal zum Trocknen am sonnigen Fenster. Dieses umgehe ich derzeit großräumig.