Tomatenbasis – schnell & praktisch

Paradeiserjahr ist 2010 keines. Dafür haben schon die eisig-kalten und verregneten Monate Mai und Juni gesorgt. Die Ernte begann in diesem Jahr um ca. ein Monat später als sonst üblich. Danach haben heftige Hitzewellen mit beinahe 40 Grad abgewechselt mit regnerisch-kühlen Phasen mit Starkregen und Stürmen. Die stabilen Sommer, die es hier gab, scheinen der Geschichte anzugehören. Aber das ist ein anderes Thema.

2010-08-25_02wzTomaten kann ich trotzdem ernten, wenn auch nicht in diesen Mengen wie in den Jahren zuvor – und sicher auch nicht so lange in den Herbst hinein. Die Stauden sehen schon sehr mitgenommen aus für diese Jahreszeit – es herbstelt schon seit Wochen.

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Mariannas Peace (Danke an Stefan!)

Was nun anstellen mit den riesigen Erntemengen? Da gibt es vieles: einfrieren, trocknen, in Öl einlegen, Chutneys zaubern – oder sie im Feuertöpfle verarbeiten, auch davon habe ich heuer schon viele Gläser gemacht. Für den Großteil der Ernte bevorzuge ich aber eine einfache und schnelle Methode.

2010-08-25_03wzIch schneide die Paradeiser in kleine Würfel, gebe sie in einen großen Topf mit ein wenig Olivenöl, dann etwas Salz dazu und ein Löffelchen braunen Zucker. Dann wird das Ganze kurz aufgekocht und heiß in Gläser mit Schraubdeckel gefüllt

2010-08-25_04wzDie Gläser kommen auf ein Backblech, sodass sie einander nicht berühren. Dann wird dieses mit Wasser aufgefüllt. Die Gläser sollten ca. 2 cm im Wasser stehen. Das Backrohr auf 170 Grad stellen. Sobald in den Gläsern Bläschen aufsteigen, drehe ich das Rohr aus und lasse die Gläser im Rohr abkühlen.

2010-08-25_05wzAuf diese Weise hält die Tomatenbasis mindestens eineinhalb Jahre. Länger habe ich noch kein Glas aufbewahrt.

Da die Tomaten kaum gewürzt sind, kann man sie beliebig für jede Geschmacksrichtung als Basis benutzen.

17 Kommentare zu “Tomatenbasis – schnell & praktisch

  1. Nervenruh

    Da könnte nervenruh… neidisch werden. Im vergangenen Jahr gab es Tomaten im Überfluss. Heuer ergab sich das Gegenteil. Da wird alles roh gegessen. Hoffentlich kommt nervenruh… 2011 wieder zu einer Tomatenschwemme. Wir bloggen…

  2. HaBseligkeiten

    ……mein Tomatenmärchen fing sooo schön an und wartet jetzt auf das Happy End. Die Moskauer wollen und wollen nicht rot werden 😉
    Ich werde bald berichten über meine “Waldeinsamkeits- Paradeiser” 😉

    Grüßle ins Paradeiser-Land von Heidi

  3. Brigitte

    Hallo Margit,

    meine Tomatenstöcke sind voll, die Tomaten hängen wie die Trauben, aber sie werden sehr schleppend rot oder orange. Braunfäule habe ich trotz allen üblen Wetterverhältnissen noch nicht feststellen müssen. Stell dir vor, die striped Romans sehen aus wie die Zitronen und sind riesig.

    Deine Methode werde ich mir aufnotieren für hoffentlich bessere Tomatenzeiten. Ist sehr hilfreich in einem halbitalienischen Haushalt.

    Herzlichen Gruss, Brigitte

  4. majorahn

    Hallo Margit,
    du machst dir ja eine Menge Arbeit mit deinen Paradeisern! Aber das lohnt sich sicherlich! Wie ist das eigentlich: kann man die Tomaten auch noch im gekochten Zustand voneinander unterscheiden? Das wäre doch mal was für “Wetten dass”.
    Liebe Grüße von Anne

  5. Elke

    Hallo liebe Margit,
    ich habe ja nicht viele Tomatenstöcke, bin aber überrascht wie viel und gut sie in diesem Jahr tragen. Bisher konnten wir sie noch so essen, aber nun werden es zuviele, die im selben Moment reif werden. Deshalb freue ich mich über deine / eure Vorschläge hier. Ich werde mal deine Methode probieren, denn Zucchini und Paprika habe ich keine im Garten. Die sind im Gegensatz zu den Tomaten nichts geworden.
    Lieben Gruß
    Elke

  6. Babara

    Liebe Margit
    Irgendwie bin ich “beruhigt”, wenn du als Tomatenfachfrau schreibst, deine Tomatenstöcke sähen auch schon etwas mitgenommen aus. Also ein paar meiner Sorten sehen – obwohl sie unter dem Hausdach geschützt stehen – zum Teil ganz erbärmlich aus. Ich ernte aber fleissig, gefriere ein was wir an einem Tag nicht essen können und freue mich einfach, dass jetzt high season für diese wunderbare Frucht ist.
    Sei lieb gegrüsst,
    Barbara (die im Moment wirklich mehr in der Küche als im Garten ist 😉 !!)

  7. schweizergarten

    Hallo Margit!
    Habe gerade die wundervollen Farben deiner Paradeiser angeschaut und der Neid wallt gerade heiss auf. Von meinen 14 Tomatenstöcken (viele versch. Sorten) sind leider mehr als die Hälfte der Braunfäule zum Opfer gefallen.
    Zum Einkochen wirds also nie und nimmer reichen – nächstes Jahr muss ein Tomatenhaus her!
    LG Carmen

  8. Alex aus dem Gwundergarten

    Ha, das klingt jetzt bei Dir gar nicht schwer. Das sollte ich doch auch mal ausprobieren. Obwohl in diesem Jahr habe ich nur kleine Tomätchen angesetzt, gelbe, orange und rote… sehen süss aus.
    Danke für die geniale Anleitung, die ich mir aufheben werde.
    Liebe Grüsse
    Alex

  9. Gudi

    Hallo Margit!
    Früher hab ich viel mehr eingekocht, in den letzten Jahren gar nimmer.
    Der Vorteil dabei ist, dass die Sachen schon gar sind und so gehts in der schnellen Küche noch ein wenig schneller.
    VLG Gudi

  10. Anke

    Liebe Margit,

    ja dieser Sommer ist sehr durchwachsen, mich wundert es, dass unsere Pflanzen noch so gut ausschauen, also relativ gut.

    Deine Tomatenernte ist der Wahnsinn, sssssooo viele.

    Herzliche Grüße
    von Anke

  11. luna

    Tomaten…wir sagen Paradeiser…Jahr war vor 2 oder 3 Jahren.
    Da wurden die Zuccinis nichts..in den letzten Jahren war es umgekehrt.
    Oft werden sie zwar rot, aber faulen auch gleich.
    Toll, was Du damit fabriziert hast!
    Lg von Luna

  12. Margit

    @ Regina: Karotten friere ich ein, wenn ich zuviele habe. Zuvor waschen, in Würfel oder Scheiben schneiden, ca. 3 Min. blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und dann portionsweise einfrieren. Hab auch schon welche getrocknet und im Winter – nach Einweichen – in Eintöpfe gepackt. Traditionellerweise kann man Karotten in Sand eingeschlagen im kühlen, dunklen Keller auch gut aufbewahren. Den kühlen, dunklen Keller haben wir aber leider nicht, aber vielleicht ja du.
    Liebe Grüße, Margit

  13. Regina

    liebe margit,
    bin auch am verarbeiten meiner tomaten….muß sie teilweise grün ernten…sie fallen einfach vom stängel ab….hatte das problem noch nie.
    danke für das rezept…werde es ausprobieren,da meine tiefkühltruhe
    voll bis obenhin ist.
    hast du vielleicht auch rezepte zum haltbarmachen der möhren?
    ganz,ganz liebe grüße sendet dir regina

  14. Geli

    Klasse Margit, nun habe ich auch gleich noch Anregungen zur Verwertung bekommen, auch das von Edith ist gut und bei cosmea49 war ich auch schon nachsehen…danke an alle und die Geli geht zum Ausprobieren über, aber erst noch Grüße zu dir…

  15. Naturwanderer

    Ich habe auch den Großteil meiner Tomaten ganz schnell verarbeiten müssen. Sie werden immer für die Truhe fertig gemacht. Ich schneide sie in Würfel oder Stückchen, sie kommen roh in Tupperdosen. Dann kann ich sie auch, je nach belieben, weiterverarbeiten, hat immer gut geklappt. So ein Gartenjahr bringt immer Überraschungen, einmal alles üppig, dann wieder mit Mängel belegt, aber immer gibt es was zum Ernten.
    Lieber Gruß
    von Edith

  16. Teresa

    Wir ernten auch erst seit kurzem aber dafür schauen unsere Tomatenstauden heuer nicht so mitgenommen aus z.B. keine Braunfäule.
    Ich koche die Tomaten ähnlich wie Du dann kommen sie aber durch die Flotte Lotte und ich friere diese Sosse dann ein weil ich eher Platz im Tiefkühler habe als in den Regalen für Eingekochtes. Ist auch eine herrliche Basis für Suppe oder andere Gericht wo Tomate rein soll aber ohne die störenden Häute.
    Liebe Grüße
    Teresa

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