Zuviel des Guten

Kein Regen von Anfang April bis vor eineinhalb Wochen. Und dann die Sintflut.

2009-07-01a_1wzDie gerade reif gewordenen Taybeeren sogen sich so mit Wasser voll, dass sie glatt am Strauch verschimmelten.

2009-07-01a_2wzRosenknospen vermatschten – hier eine Laguna in der alten Kiefer, wo es eigentlich gar nicht so viel hinregnet.

2009-07-01a_3wzSumpfschwertlilien mögen zwar nasse Füße, aber das ausdauernde Nass von oben behagte auch ihren schweren Knospen nicht.

2009-07-01a_4wzMehltau an den jungen Zucchini-Pflanzen. So früh schon.

2009-07-01a_5wzDasselbe Schicksal erleiden die Gurken. Gerade fangen die ersten Gurken an zu wachsen, da werden die Pflanzen wahrscheinlich schon dahingerafft.

Ich werde heute noch mit einer Milchspritzung einen Rettungsversuch starten.

2009-07-01a_6wzIn den Tomaten-Töpfen, die beinahe alle zusätzlich eine Paprika bzw. Chili beherbergen, kam das Wasser gar nicht so schnell zum Abfließen, wie es von oben – trotz des geschützten Standortes an der Hauswand – nachfolgte. Bei meiner größte Chilipflanze begann der Stängel zu faulen. Mit einer Gabe Gesteinsmehl hoffe ich, die Pflanze zu retten. Seit heute früh hebt sie ihre Blätter wieder ganz leicht an.

2009-07-01a_8wzMeine schönen Spargelsalate im Gemüsegarten waren gerade erntereif bzw. kurz davor. Die ca. ein Meter hohen Pflanzen wurden allesamt vom schweren Regen niedergedrückt, sodass ich die letzten Tage damit verbracht habe, wenigstens ein paar Stängel zu schälen, zu blanchieren und einzufrieren. Letzte Woche gab es mehrmals überbackene Spargelsalat-Stängel mit viel Salat …

2009-07-01a_7wzSeht ihr die schwarzen Kugerln im Rasen? Das sind schwarze Ribisl. Für Nicht-ÖsterreicherInnen: schwarze Johannisbeeren. Die Ribisln waren alle – die roten, weißen und die schwarzen – gerade richtig reif für die Ernte, als der große Regen im wahrsten Sinne des Wortes über uns kam. Viele sind durch den ausdauernden und heftigen Regen einfach abgefallen. Heute versuche ich noch, einiges davon zu retten. Mal schauen, wie lange die Wettergöttin gnädig ist. Denn vorbei ist es noch nicht mit dem Regen. Nachdem es letzte Woche fünf Tage fast durchgehend sog. Starkregen (ich mag das Wort nicht) gab, gewittert es seither noch immer jeden Tag und es gibt dabei immer auch heftige Niederschläge.

Es kam kein Wasser in unser Haus, auch wenn der Gehsteig schon unter Wasser stand, nur unser Zeitloch war mehrmals für Stunden geflutet. Die Schäden im Garten sind verschmerzbar. Im Haus werfen sich die Parkettböden vor lauter Feuchtigkeit und all unsere Türen klemmen. Meine Seifen im eigentlich trockenen Seifenlager schwitzen allesamt. Wir haben unerträgliche tropische Schwüle, gerade richtig für wettersensible Menschen… Wirklich beschweren darf ich mich aber nicht. Viel schlimmer hat es andere erwischt.

PS: Jetzt sind ein paar Stunden vergangen – und ich will mich nun doch beschweren. Jetzt liegen neben den schwarzen Ribisln noch diese Dinger im Rasen.

2009-07-01a_9wzFielen grade mit einer Mordsgeschwindigkeit vom Nordwind geritten vom Himmel. Es sah aus, wie eine weiße Wand, die da runter kam.

14 Kommentare zu “Zuviel des Guten

  1. Gudi

    ach herrjeh, Margit. Solcher Schaden. Dieser Regen macht alles hinüber. Erst der ewig lange harte Winter, jetzt das. Was soll das noch werden???
    Verzweifle nicht, sondern erfreue dich an den schönen Dingen, die das Leben für jeden von uns irgendwo bereit hält.
    VLG Gudi

  2. Barbara

    Das tut mir sehr, sehr leid, liebe Margit. Sooo viel Arbeit und dann plötzlich fast alles umsonst. Das tut weh. Ich würde dir gerne ein paar Sonnenstrahlen von hier schicken. Hoffentlich sieht beim zweiten Anblick der Schäden deren Ausmass doch nicht so schlimm aus und die Pflanzen erholen sich. Auf jeden Fall wünsche ich dir dies von ganzem Herzen.
    Liebe Grüsse, Barbara

  3. SchneiderHein

    Was die einen zu viel haben, haben die anderen zu wenig. Es ist schon erstaunlich, wie ungerecht die Natur zeitweilig ihre Gaben verteilt. So viel Mühe und Fürsorge für Deine Pflänzchen sind jetzt anscheinend umsonst. Aber ich hoffe, dass Du trotz Regen und Hagel doch noch etwas retten konntest.
    Liebe Grüße
    Silke

  4. Bek

    Auch ich hab hier herueben von all dem Regen, Hochwasser, etc… mitbekommen. Wie du schreibst, gut dass keine Schaeden im Haus entstanden sind. Trotzdem aergert man sich ueber die enstandenen im Garten.
    LG, Bek

  5. Merisi

    Guten Morgen!

    Ich habe nach Informationen über Rosenkugeln gesucht und bin dabei auf Ihr Blog gestoßen. Zu lesen, wie sehr Ihr Garten unter dem Dauerregen und der Feuchtigkeit der letzten Wochen gelitten hat, hat mich berührt. Ich hoffe, Sie können doch noch einige Pflanzen retten!

    Alles Gute,
    Merisi

  6. Lis

    Ach du liebe Güte kann man da nur sagen. Es ist ein Jammer wie ihr im Moment wettermäßig gebeutelt werdet! So mach das gärtnern wirklich keinen Spaß mehr, von den anderen Schäden mal ganz abgesehen!
    Jetzt drück ich mal fest die Daumen dass der Sommer mit Sonnenschein auch bei euch ankommen wird, auch wenn es für manche Früchtchen schon fast zu spät sein dürfte

    LG Lis

  7. Frieda

    Tja,so gehts uns heuer….

    Ich gehe jetzt sofort die Kartofeln spritzen,sonst rafft sie die Krautfäule dahin.
    Aber,-am Nachmittag sind die nächsten Gewitter vorrausgesagt,dann wirds wieder abgeschwemmt….

    Man weiss wirklich nicht mehr was man tun soll…:-(((

    Alles leidet.
    Wir unter der Schwüle,genauso wie die Tiere,denen setzen bei solchem Wetter die Bremsen stark zu.

    Wir sind mit der 2. Mahd schon 2 Wochen im Verzug,und wenns mal irgendwann trocken wird,dauert es trotzdem noch Tage,bis wir überhaupt wieder in die Wiesen und Äcker reinfahren können.

    Das sind so Wochen,wo ich echt am Liebsten einen Job im Büro hätte……..

    Servus
    Frieda

  8. guild-rez

    Ws ein Verlust, das tut weh. Zuerst die viele Arbeit und dann eine Missernte, durch schlechtes Wetter und Hagel.
    Viellicht kann doch noch einiges gerettet werden.
    LG Gisela

  9. wiebke

    du tust mir leid!!

    und wir haben hier im norden so schöne blumen und kaum regen!
    in dänemark werden die felder bewässert sah ich heute gerade! lieber gruß wiebke

  10. Elke/Mainzauber

    Liebe Margit,
    das tut weh! Gerade wo du mit solcher Hingabe deine Pflanzen groß ziehst und dann sowas. Im Forum habe ich heute von einem Unwetter in Salzburg gelesen und mich dabei gefragt, ob es dich auch getroffen hat. Bei uns ist es nach wie vor heiss und furchtbar trocken, aber sowas kann natürlich auch noch kommen. Ich guck zur Zeit gar keine Nachrichten oder überhaupt TV, weil ich bis zum Dunkelwerden im Garten noch die sich abkühlende Abendluft genieße. Hoffentlich sehen deine Verluste hier im Blog schlimmer aus als sie am Ende sind. Ich drück dir die Daumen.
    Alles Liebe
    Elke

  11. elko

    Margit!
    Tut mir leid für euch,so viel Arbeit,mit so viel Liebe gemacht und dann dieses Unwetter!Halt die Ohren steif,da mußt du durch!
    Ich halte dir die Daumen, das es nicht wieder kommt.
    Liebe Grüsse aus dem Süden!
    MfG elko

  12. Wurzerl

    Oh je liebe Margit, das tut weh! Dass Dein wunderschöner Garten so viel Nässe nicht verkraften kann, das ist klar, aber dass es Deine liebevoll gezogenen Pflänzchen so erwischt hat, das ist wirklich arg. Ich weiss ja, mit welcher Hingabe Du Deine Schätze umsorgst und Dich auf die redlich verdiente Ernte freust, und dann so etwas!

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Deine Rettungsversuche von Erfolg gekrönt sind.
    Ganz liebe Grüsse auch an GG vom
    Wurzerl

  13. HaBseligkeiten

    ……..in den Nachrichten konnte ich Bilder von dem Hochwasser in Bayern und Österreich sehen.

    Es ist schon traurig, dass sich das Wetter mitten in der Erntezeit austobt. Wir haben bis jetzt nur wenig Niederschläge und gießen ist wieder angesagt.

    Meine Zucchini Pflanzen werfen schon einige Blüten ab, ich denke denen ist es einfach zu trocken.
    Trotz Regenmangel ist die Luft feucht- warm und die Blattläuse feiern Massenveranstaltungen im Garten. Ich muss unbedingt wieder Brühe ansetzen!!

    Kopf hoch liebe Margit 😉 und liebe Grüße,
    Heidi

  14. Geli

    …ach Margit, alles in allem aber doch eine traurige Bilanz…ich gehe auch fast vor feuchter Schwühle hier ein…aber–es kann alles nur noch besser werden und wenn ihr keine Hochwasserschäden habt, ist das wirklich die gute Meldung von allem…
    lG Geli

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